Archiv für den Monat Juni 2014

Kindergeld für EU-Ausländer: Familienkassen verdoppeln Personal

Ausländer aus der Europäischen Union stellen in Deutschland derzeit so viele Anträge auf Kindergeld, dass die Bundesregierung das Personal dafür verdoppeln muss. Die Antragsflut dürfte Deutschland Milliarden Euro kosten.

Hintergrund ist, dass rund 30.000 Anträge derzeit auf Eis liegen. Diese stammen von Saisonarbeitern aus dem EU-Ausland. Der Europäische Gerichtshof hatte im Jahr 2012 festgestellt, dass diese Arbeitskräfte einen Anspruch auf Kindergeld besitzen, weil sie wie jeder andere Arbeitnehmer in Deutschland Steuern zahlen. Dies gilt auch, wenn die Kinder weiterhin im Heimatland leben. Allerdings müssen mögliche Leistungen in beiden Ländern miteinander verrechnet werden. Das Kindergeld in Deutschland fällt jedoch in der Regel deutlich höher aus als etwa in Mittel- und Osteuropa. Seitdem ist die Zahl der Antragsteller sprunghaft gestiegen. Das Bundesfinanzministerium rechnet damit, dass sich dadurch bis zum Ende des Jahrzehnts Mehrausgaben von rund 2 Milliarden Euro auftürmen. […]
FAZ vom 30.06.2014

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