Archiv für den Monat Januar 2015

Lehrer schlagen Alarm: Eine Million Schulstunden fallen aus

Der Vorsitzende des Deutschen Philologenverbandes, Heinz-Peter Meidinger, hat einen weiterhin hohen Stundenausfall an Deutschlands Schulen beklagt. Pro Woche fielen bundesweit knapp eine Million Schulstunden aus, sagte er heute.de.

Das seien 8,5 Prozent aller Stunden und damit fast genauso viele wie ein Jahr zuvor. Zum Ausfall zählen ersatzlos ausgefallene Stunden, oder solche, die nicht lehrplanmäßig gehalten werden. „Wenn die Schüler zum Beispiel kein Englisch haben, sondern nur ihr Malbuch weitermalen, zählt das als Ausfall“, erklärt Heinz-Peter Meidinger vom Philologenverband.

Wirklich ersatzlos fallen etwa zwei bis vier Prozent aus. Nicht gezählt wird ein verdeckter Ausfall. Davon spricht man, wenn schon im Stundenplan zum Beispiel statt vier einfach nur noch drei Stunden stehen.Besonders groß ist das Problem laut Meidinger weiterhin in den MINT-Fächern, also in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. […]
 heute-Nachrichten vom 30.01.2015

Bedrohung durch Russland: Polen ruft Zivilisten zum Waffentraining

Die Sorge vor russischen Aggressionen ist groß in Polen. Das Land bereitet seine Bürger daher auf den möglichen Ernstfall vor. Wer will, kann sich nun sogar an Waffen ausbilden lassen.

Aus Sorge über das russische Vorgehen in der Ukraine-Krise will die polnische Regierung möglichst viele Bürger an der Waffe ausbilden. „Alle Bürger, die sich für ein Militärtraining interessieren, können sich ab März registrieren lassen“, teilte Verteidigungsminister Tomasz Siemoniak mit. Die Zahl der Reservisten, die zu Übungen einbestellt werden, werde von 12.000 in diesem Jahr auf 38.000 im kommenden Jahr erhöht. Überdies werde im März auf einer Konferenz gemeinsam mit paramilitärischen Gruppen über eine Modernisierung der Reservestreitkräfte beraten. […]
N24.de vom 29.01.2015

Gauland geißelt Verrat an Pegida-Demonstranten

Für AfD-Vize Alexander Gauland ist Pegida mit dem Rücktritt von Kathrin Oertel erledigt. Er geißelt den Verrat des Vorstands an den demonstrierenden Bürgern.

Noch zu Beginn des Monats blickten Pegida und AfD hoffnungsfroh in die Zukunft. In Dresden waren AfD-Ko-Sprecherin Frauke Petry und die Pegida-Spitze zu einem lange verabredeten Gespräch zusammengekommen und hatten dabei „Schnittmengen“ festgestellt. Es sei ein konstruktives Gespräch in guter Atmosphäre gewesen, hieß es in der AfD hinterher. Vor allem Pegida-Sprecherin Kathrin Oertel kam damals bei der AfD gut an. Bachmann hingegen sei durch seinen Geltungsdrang unangenehm aufgefallen, hieß es.

Oertel hatte sich zunächst im Hintergrund gehalten. Es gibt auch nicht viel, was sie und Bachmann verbindet. Beide besuchten die Leonhard-Frank-Oberschule in Coswig bei Meißen. Doch danach trennten sich ihre Wege. Während der fünf Jahre ältere Bachmann nach der zehnten Klasse auf eine staatliche Oberschule in Dresden wechselte, gind Oertel auf ein Coswiger Wirtschaftsgymnasium. Bachmann glitt in die Kriminalität ab, wurde unter anderem für Straftaten im Rotlichtmilieu verurteilt. Oertel führte ein gutbürgerliches Leben, wurde freiberufliche Wirtschaftsberaterin und Immobiliensachverständige. Sie ist Mutter von drei Kindern.

„Ich schätze Frau Oertel sehr“, sagt AfD-Vize Gauland auch heute noch. Wie sehr er sie schätzt und wie wichtig sie als Verbindungsglied für die AfD zu Pegida war, machte er dann im Nachsatz deutlich: „Mit ihrem Austritt ist für mich das Thema Pegida erledigt.“ Und die AfD ist damit um einen potenziellen strategischen Verbündeten im politischen „Vorfeld“ ärmer. Immerhin hatte Pegida über 20.000 Menschen auf die Straße gebracht, die im weitesten Sinne mit den Verhältnissen hadern. […]
 Geolitico vom 29.01.2015

Griechenland unter Tsipras: Bundesregierung zu neuem Hilfspaket bereit

Die neue griechische Regierung geht auf Konfrontationskurs zu den Euro-Partnern. Dennoch erwägt die Bundesregierung nach SPIEGEL-Informationen ein neues Hilfspaket über 20 Milliarden Euro – wenn Athen bestimmte Bedingungen erfüllt.

Die Bundesregierung ist nach Informationen des SPIEGEL bereit, Griechenland auch unter der neuen Regierung von Alexis Tsipras ein weiteres Hilfsprogramm aus dem europäischen Rettungsschirm zu gewähren. Das neue Rettungspaket benötige ein Volumen von bis zu 20 Milliarden Euro, heißt es in Regierungskreisen, weil die Steuereinnahmen in Griechenland einbrechen und Privatisierungen ausbleiben. (Lesen Sie hier die Titelgeschichte im neuen SPIEGEL.)

 

Vor einigen Wochen gingen Experten noch von einem Finanzierungsbedarf von rund zehn Milliarden Euro aus. Voraussetzung für die neue Geldspritze sei jedoch, dass Tsipras Reformauflagen akzeptiere und sich der Aufsicht der in Griechenland verhassten Troika aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF) unterwerfe. […]
SPIEGEL ONLINE vom 30.01.2015

Athen geht auf Konfrontationskurs mit den Geldgebern

Im griechischen Schuldendrama steuert die neue griechische Regierung auf einen handfesten Konflikt mit den internationalen Geldgebern zu. Noch vor einem ersten Treffen von Finanzminister Gianis Varoufakis mit Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem bekräftigte Athen, dass der harte Sparkurs der vergangenen Jahre beendet werden soll. Die Regierung werde dies durchziehen, auch wenn den Griechen der Geldhahn zugedreht werde, erfuhr die dpa aus Kreisen des griechischen Finanzministeriums. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) konterte umgehend und warnte Athen vor Erpressungsversuchen.

Notfalls wolle Athen sogar vor den Europäischen Gerichtshof ziehen. Viele Entscheidungen der vergangenen Jahre, die das harte Sparprogramm betreffen, seien „illegal“, hieß es in Kreisen des Finanzministeriums in Athen. […]

Die bisherigen Hilfen der Europartner und des Internationalen Währungsfonds (IWF) seien außergewöhnlich großzügig und teils am Rande dessen, was möglich sei. Die Athener Regierung wisse, dass sie schnell handeln müsse, sagte Schäuble.

[…9 Auch der Vize-Chef der EU-Kommission Jyrki Katainen warnte Athen: „Wir erwarten, dass die Regierung die versprochenen Verpflichtungen einhält“, sagte Katainen im Deutschlandfunk. „Es ist wichtig, das immer wieder hervorzuheben und zu wiederholen, denn eine derartige finanzielle Verpflichtung bedeutet, dass andere europäische Bürger, Rentner, Arbeiter, Unternehmer, Geld geliehen haben oder Staatsanleihen gekauft haben im Bewusstsein, dass die Griechen auch die versprochenen Änderungen durchführen, die auch den griechischen Menschen helfen werden“, sagte Katainen. „Das sind zweiseitige Verpflichtungen, die nicht einseitig geändert werden dürfen.“
T-Online vom 30.01.2015

Alltagsroutine: Der normale Wahnsinn des Islam

Man sollte ein System nicht nach seinen Exzessen beurteilen. Maßgeblicher ist die Routine des Alltags. Und die sieht in den meisten islamischen Staaten schlimm aus.

Nicht erst seit dem 11. September 2001 zieht der Islamismus eine blutige Spur hinter sich: New York, London, Madrid, Mumbai, Istanbul, Paris sind die Stationen, an die sich viele noch lange erinnern werden. Aber das ist nicht alles. Es gab Hunderte von Anschlägen mit Tausenden von Toten, die aus dem Gedächtnis verschwunden sind. Bei Luxor und Scharm al-Scheich, in Amman und Delhi, in Beslan und Burgas, in Daressalam und Nairobi, auf Bali und Djerba. Orte, von denen die Welt bis dahin nichts gehört hatte, bekamen einen Namen: Baga in Nigeria, Deir ez-Zor in Syrien, Kahtanija und Dschasira im Irak.

Während die Experten darüber rätselten, was die Terroristen mit den Anschlägen erreichen wollten, setzten die Repräsentanten der Political Correctness eine Sprachregelung in die Welt, wonach Islamisten für diese Anschläge verantwortlich waren, die ihrerseits nichts mit dem Islam zu tun hatten.

Die Generalsekretärin der SPD, Yasmin Fahimi, forderte die Medien auf, nicht mehr vom Islamischen Staat zu sprechen, weil dies die Muslime kränken würde. Ob sie auch das Oberhaupt des IS, den Kalifen Abu Bakr al-Baghdadi, darum bat, aus Rücksicht auf die Gefühle der Muslime sein Reich umzubenennen, ist nicht bekannt. Lassen wir uns auf diese Argumentation ein. Akzeptieren wir, dass diese Blutbäder Exzesse waren, die für den Islam weder charakteristisch noch repräsentativ sind. Schauen wir stattdessen auf den real existierenden, staatlich verfassten Islam.

[…] Im Jahre 1990 verabschiedete die Organisation auf einer Konferenz in Kairo eine Erklärung der Menschenrechte im Islam als Alternative zur Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, die 1948 von den Vereinten Nationen verkündet wurde.

Die Kairoer Erklärung fußt vom ersten bis zum letzten Absatz auf der Scharia und stellt fest, diese sei die „einzig zuständige Quelle für die Auslegung oder Erklärung jedes einzelnen Artikels dieser Erklärung“, das Recht auf freie Meinungsäußerung etwa gilt nur insoweit, wie es nicht die Grundsätze der Scharia verletzt. Es sei verboten, „die Heiligkeit und Würde der Propheten zu verletzen, die moralischen und ethischen Werte auszuhöhlen und die Gesellschaft zu entzweien, sie zu korrumpieren, ihr zu schaden oder ihren Glauben zu schwächen“.

Auf diese Erklärung der Menschenrechte, die nichts anderes als eine Ausführungsbestimmung zur Scharia ist, berufen sich Politiker in Teheran, Islamabad, Riad und Ankara, wenn sie behaupten, auch in ihren Ländern würden Menschenrechte gelten. Wenn Homosexuelle aufgehängt, Ehebrecherinnen gesteinigt, Dissidenten ausgepeitscht, Gotteslästerer zum Tode verurteilt und kritische Journalisten eingekerkert werden, liegen keine Verstöße gegen Menschenrechte vor, denn diese Strafen werden im Einklang mit der Scharia verkündet und vollstreckt.

[…] Schon möglich, dass der Islamismus die hässliche Fratze des Islam ist. Das Problem aber ist und bleibt das wahre Gesicht hinter der Maske.
DIE WELT vom 30.01.2015

Erneut Angriff auf Polizeistation in Leipzig

In der Nacht ist in Leipzig schon wieder eine Polizeistation angegriffen worden. Schon Anfang Januar hatten 50 Vermummte das Revier im Stadteil Connewitz mit Farbbeuteln und Steinen attackiert. Ein anonymes Bekennerschreiben hatte den Angriff mit dem Tod des Asylbewerbers Oury Jalloh vor zehn Jahren in Dessau begründet. Was weiß die Polizei bisher über den aktuellen Angriff?

[…] Die Tat erinnert an andere Vorfälle in Leipzig in den letzten Wochen: an den Angriff auf das Polizeirevier in Connewitz am 7. Januar und an einen Aufmarsch am 15. Januar, bei dem unter anderem am Amtsgericht mehrere Scheiben eingeworfen wurden. In beiden Fällen steht Angehörige der linksautonomen Szene im Verdacht. Zu einem möglichen Zusammenhang sagt Katharina Geyer von der Leipziger Polizei jetzt nur so viel: „Es könnte hierbei Zusammenhänge geben. Allerdings wären das jetzt reine Spekulationen.“ Anders als bei den beiden früheren Vorfällen gibt es jetzt auch noch keine Bekennerschreiben. Der Staatschutz ermittelt.
MDR.DE vom 30.01.2015

Das passt zu hierzu:

http://www.tagesschau.de/multimedia/bilder/statista-extremisten-gewalt-100~_v-videowebl.jpg

Weniger zu dieser Meldung:

„Linksextremismus ist ein aufgebauschtes Problem“

Angekündigt hatte sie es schon vor zwei Wochen. Am Montag hat Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) nun ihr neues Bundesprogramm gegen Rechtsextremismus vorgestellt. […] Ein Extraprogramm gegen linken Extremismus, wie es Schwesigs Vorgängerin Kristina Schröder (CDU) initiiert hatte, wird es nicht mehr geben.

Eine zweite Säule ist die Förderung von Modellprojekten gegen Islamfeindlichkeit, Antiziganismus (Gewalt gegen Sinti und Roma), Antisemitismus, Homophobie und Transgender-Diskriminierung sowie für die Demokratieentwicklung im ländlichen Raum mit insgesamt rund sechs Millionen Euro.
Die Welt vom Juni 2014

Entsetzen in der EU über griechischen Kurswechsel – DIE WELT

Vor dem heutigen Treffen der EU-Außenminister wird der Linksruck der neuen griechischen Regierung scharf kritisiert: „Das werden die anderen Länder der Euro-Zone nicht akzeptieren.“

[…] Die neue Regierung begann damit, die Vereinbarungen mit der Geldgeber-Troika aus EU, IWF und Europäischer Zentralbank über Bord zu werfen. So sollen entlassene Beamte wieder eingestellt sowie Mindestrenten und Mindestlohn wieder aufgestockt werden. Außerdem wurde die Privatisierung des Hafens von Piräus und des Energieversorgers PPC gestoppt. Auch der Teilprivatisierung der größten griechischen Raffinerie Hellenic Petroleum, von der ein Drittel verkauft werden sollte, wurde auf Eis gelegt. Vorgesehen war der Verkauf einer Hafen-Beteiligung von 67 Prozent. […]
DIE WELT vom 29.01.2015

Ukraine-Krieg: Regierung verspricht Soldaten Abschussprämien

2400 Euro für einen Panzer, 6000 Euro für ein Kampfflugzeug: Mit diesen Abschussprämien will die ukrainische Armee die eigenen Soldaten im Kampf gegen die Separatisten anspornen.

Zusätzlich will die Regierung in Kiew den Soldaten für jeden Tag im Kampfeinsatz 50 Euro zahlen. Armeeangehörige klagen jedoch oft darüber, dass der klamme Staat ihnen den Sold schuldet. Zudem ist die Entlohnung der Soldaten generell sehr gering. Viele Ukrainer werfen der Regierung daher vor, sie lasse die Truppen im Stich, die im Kampf gegen die Separatisten die Hauptlast tragen. Diesem Eindruck will Kiew nun entgegentreten.

Am Donnerstag beraten die EU-Außenminister über mögliche weitere Sanktionen gegen Russland. Die EU wirft Moskau vor, die Aufständischen zu unterstützen und sich nicht ausreichend für eine Waffenruhe in der Ostukraine einzusetzen.
SPIEGEL ONLINE vom 29.01.2015

Siehe dazu auch:

https://afdviersen.wordpress.com/2015/01/28/ukraine-angela-merkel-und-barack-obama-versprechen-neue-finanzhilfe/

Kein „Charlie Hebdo“ bei Rosenmontagszug

Der Kölner Karneval verzichtet auf den umstrittenen Rosenmontags-Wagen, der den Anschlag auf das französische Magazin „Charlie Hebdo“ satirisch aufgreifen sollte.

Man stehe zur Botschaft des Motivwagens, allerdings habe es auch Rückmeldungen von besorgten Bürgern gegeben, teilte das Festkomitee am Mittwochabend mit. Im Karneval sei es wichtig, dass jeder ohne Sorgen fröhlich feiern könne. „Einen Persiflagewagen, der die Freiheit und leichte Art des Karnevals einschränkt, möchten wir nicht“, schrieb das Komitee zur Begründung.

Über das Motiv des Wagens war zuvor im Internet abgestimmt worden. Die Mehrheit hatte dabei für einen Entwurf gestimmt, bei dem ein Jeck einen Buntstift in einen Gewehrlauf steckt, um die Meinungsfreiheit zu schützen. (dpa)
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