AfD-Politiker kritisiert die „Nazi-Keule“ gegen Pegida

Der NRW-Landeschef Marcus Pretzell gilt als gewichtiger Gegenspieler von AfD-Chef Bernd Lucke. Wer in Deutschland unangenehme Wahrheiten ausspreche, werde mit der Nazi-Keule niedergemacht, sagt er. […]

Gegenüber der „Welt“ äußerte sich Pretzell erstmals ausführlich dazu, wie die AfD mit den zahlreichen Protestbewegungen in Deutschland umgehen soll. […]

Pretzell: Die Leute gehen mal mit Occupy gegen die Bankenrettung auf die Barrikaden. Dann gehen Leute gegen die Frühsexualisierung ihrer Kinder durch den Bildungsplan der Landesregierung in Baden-Württemberg auf die Straße. In Dresden gehen sie für eine geordnete Zuwanderung und gegen Islamisierung auf die Straße. Es gibt aber einen Punkt, der all diesen Bewegungen gemein ist: Das ist die Tatsache, dass sich breiteste Bevölkerungsschichten in der gesamten politischen Willensbildung überhaupt nicht mehr repräsentiert sehen. Schlimmer noch: In weiten Teilen haben sie das Gefühl, dass ihnen überhaupt niemand mehr zuhört, dass sich die Politik einfach nicht mehr für sie interessiert. […]

Pretzell: Die Leute gehen mal mit Occupy gegen die Bankenrettung auf die Barrikaden. Dann gehen Leute gegen die Frühsexualisierung ihrer Kinder durch den Bildungsplan der Landesregierung in Baden-Württemberg auf die Straße. In Dresden gehen sie für eine geordnete Zuwanderung und gegen Islamisierung auf die Straße. Es gibt aber einen Punkt, der all diesen Bewegungen gemein ist: Das ist die Tatsache, dass sich breiteste Bevölkerungsschichten in der gesamten politischen Willensbildung überhaupt nicht mehr repräsentiert sehen. Schlimmer noch: In weiten Teilen haben sie das Gefühl, dass ihnen überhaupt niemand mehr zuhört, dass sich die Politik einfach nicht mehr für sie interessiert. […]

Wenn 88 Prozent der Deutschen sagen, dass sie ein Problem mit genveränderten Lebensmitteln haben. Und Frau Merkel sagt: „Das ist mir egal. Ich diskutiere darüber nicht.“ Was ist das für ein Zustand? Sie kann ja anderer Meinung sein, aber sie muss doch zur Kenntnis nehmen, dass 88 Prozent der Bürger mit genveränderten Lebensmitteln ein Problem haben. […]

Wenn ich Angst vor einer Diskussion habe, verhindere ich die Debatte ganz schnell, indem ich den Gesprächspartner als Rechtspopulisten bezeichne. Und wenn die Angst sogar völlig aus den Fugen gerät, sage ich: Er ist ein Nazi. Wenn ich den Grünen oder der SPD sage, sie seien Linkspopulisten, dann schauen die mich kalt lächelnd an und sagen: „Ja, und?“ […]

Damit will ich sagen, dass fast alles, was irgendwie links erscheint, erlaubt ist. Obwohl der schwarze Block der Antifa in den vergangen Jahrzehnten immer wieder massiv gewalttätig aufgetreten ist, sagt Familienministerin Schwesig, das Problem des Linksextremismus werde überschätzt. Mit dem Vorwurf des Rechtspopulismus aber, wie er gegen die AfD und gegen Pegida erhoben wir, kann man in Deutschland einen Gesprächspartner moralisch und politisch vernichten. Dabei vertreten wir heute die Positionen, die die CDU vor zehn Jahren vertreten hat. […]
DIE WELT vom 20.01.2015

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