Archiv für den Monat Februar 2015

„Muss Deutschland für die Schulden anderer Länder aufkommen?Ein ganz klares Nein!“Das hatte uns damals die CDU bei der Einführung des Euro versprochen!Mittlerweile sind bereits rund 227 Milliarden Euro nach Griechenland geflossen, alleine 132 Milliarden davon für die Rückzahlung von Schulden – also an Banken!Die Kriterien des Stabilitätspaktes werden ständig und von mehreren Euro-Ländern gebrochen, ohne dass Konsequenzen erfolgen.


So wurde Frankreich gerade erst wieder die Frist verlängert, um die vereinbarten Kriterien des Stabilitätspaktes doch noch zu erreichen. Vielleicht.

Mit aller Gewalt werden hier Milliarden und Milliarden an Euros in ein längst bankrottes System gepumpt, um nicht zugeben zu müssen, dass man einen Fehler begangen hat. Zu Recht schreibt das Handelsblatt in seiner Überschrift von der „größten Insolvenzverschleppung der Geschichte“! Der Wahnsinn geht weiter.

Unterstützen Sie uns, unterstützen Sie die #AfD, damit endlich wieder die Interessen der Bürger im Vordergrund stehen! Schluss mit diesem Euro! Schluss mit dieser volksfernen Regierungspolitik!

http://www.handelsblatt.com/politik/international/contra-verlaengerung-der-griechenland-hilfen-die-groesste-insolvenzverschleppung-der-geschichte-/11429612.html.

Neue Provokation aus Athen: Varoufakis brüstet sich mit Tricks

Der Bundestag debattiert noch über das Hilfspaket, da trumpft Griechenlands Finanzminister Varoufakis schon wieder auf. Die Sparziele im mühsam gefundenen Kompromiss mit der Eurogruppe habe er extra ungenau formuliert. Und darauf ist er „stolz“.

Die griechischen Reformpläne sind nach Worten von Finanzminister Yanis Varoufakis in Abstimmung mit anderen Euroländern absichtlich unbestimmt formuliert. Sonst würden sie nicht die notwendige Zustimmung der Parlamente der Euroländer erhalten, sagte er dem griechischen Fernsehsende Antenna TV. Er bezeichnete dieses Vorgehen als „produktive Undeutlichkeit“. „Wir sind stolz auf das Niveau der Ungenauigkeit“, fügte er hinzu.

Varoufakis sagte, beim jüngsten Treffen der Euro-Finanzminister in Brüssel hätten Teilnehmer das bisher gültige Ziel eines primären Haushaltsüberschusses von 4,5 Prozent des Bruttoinlandproduktes als unrealistisch bezeichnet. Statt allerdings einer konkreten niedrigeren Zahl, die in ihren Parlamenten scheitern könne, hätten sie eine unklare Umschreibung der Zielvorgabe vorgeschlagen, sagte Varoufakis. Um welche Minister es sich handle, sagte Varoufakis nicht.[…]
 n-tv.de vom 27.00.2015

Zur heutigen Entscheidung des Bundestages erklärt der Vorsitzende der Alternative für Deutschland (#AfD), Bernd Lucke:

Diese Entscheidung ist schlecht für Griechenland und schlecht für Deutschland. Vordergründig hat Griechenland zwar auf ganzer Linie gesiegt, weil es für vier Monate weitere Kredite erhalten wird ohne irgendwelche konkreten Zusagen gemacht zu haben. Der Brief des griechischen Finanzministers enthält auf sieben Seiten ausschließlich vage Absichtserklärungen und stellt nur Reformen in Aussicht, die Griechenland ohnehin schon längst hätte durchführen müssen. Der Brief enthält nicht eine einzige konkrete Zahl, aber Griechenland ist es gelungen, im Gegenzug konkrete Zahlungen zu erhalten. Dennoch wird die Fortsetzung der angeblichen Griechenland-Rettung Griechenland eben nicht retten, sondern die Agonie der griechischen Wirtschaft und das Leiden der einfachen Menschen im Land fortsetzen. Auch für deutsche Steuerzahler bleibt nur ein Gefühl der Ohnmacht, denn obwohl die überwältigende Mehrheit der Deutschen gegen weitere Griechenland-Kredite ist, hat sich der Bundestag darüber hinweggesetzt und erneut deutsche Steuergelder leichtfertig aufs Spiel gesetzt. Da Griechenlands Finanzminister den Bankrott seines Landes schon unverhohlen eingestanden hat, müssen die neuen Kredite wohl als ein Totalverlust abgeschrieben werden.

Angesichts des offenkundigen Scheiterns der nun seit fünf Jahren dauernden Versuche, Griechenland den Verbleib in der Eurozone zu ermöglichen, hätte der Bundestag lieber einen klaren Schlussstrich ziehen sollen, weitere Kredite verweigern und Griechenland einen geordneten Austritt aus dem Euro ermöglichen sollen. In diesem Sinne hat sich in den letzten Tagen auch bereits der frühere französische Staatspräsident Valéry Giscard d’Estaing und die große Mehrheit der deutschen Wirtschaftsweisen geäußert. Selbst Frau Merkel ist inzwischen der Auffassung, dass ein Ausscheiden Griechenlands aus dem Euro keine größeren Probleme aufwerfen würde. Deshalb sollte sie klar und eindeutig begründen, warum sie immer noch nicht bereit ist, die Konsequenzen aus dem offensichtlichen Scheitern ihrer Rettungspolitik zu ziehen.

Contra Verlängerung der Griechenland-Hilfen: Die größte Insolvenzverschleppung der Geschichte

Der Wahnsinn geht weiter: Die EU-Staaten werden Griechenland vor der Pleite retten – wieder einmal. Europa droht damit eine Armutswelle und das Scheitern ihrer Volkswirtschaften, glauben Matthias Weik und Marc Friedrich.

In Anbetracht der desolaten wirtschaftlichen Lage ist mittlerweile auch dem Letzten klar, dass wir nicht die Griechen gerettet haben, und nun abermals retten, sondern unsere Banken, welche leichtfertig Geld an Griechenland verliehen haben.

Hätten die Politik und die Bevölkerung in den besagten Ländern der so genannten Rettungspolitik nicht zugestimmt, sähe die unsrige, aber auch die Bankenlandschaft bei unseren Nachbarn in Frankreich, etwas anders aus. Bis dato hat Griechenland von den Euro-Mitgliedsländern und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) rund 226 Milliarden Euro erhalten.

[…] Werfen wir einen Blick in die Vergangenheit. Vor der Einführung des Euro wurde uns allen weisgemacht, dass niemand für die Schulden der anderen haften muss. Die CDU hat dies selbst noch auf einen Flyer gedruckt.

Dort stand: „Was Kostet uns der Euro? Muss Deutschland für die Schulden anderer Länder aufkommen? Ein ganz klares Nein! Der Maastrichter Vertrag verbietet ausdrücklich, dass die EU oder die anderen EU-Partner für Schulden eines Mitgliedstaats haften. Mit dem Stabilitätspakt wird von vorneherein sichergestellt, dass die Nettoneuverschuldung auf unter drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts begrenzt wird. Die Euro-Teilnehmer werden daher auf Dauer ohne Probleme ihren Schuldendienst leisten können. Eine Überschuldung eines Euro-Teilnehmerstaats kann daher von vornherein ausgeschlossen werden.“

[…] Im Dezember 2012 hielt dann Herr Schäuble die Krise für überwunden und behauptete ganz keck: „Wir haben in der Euro-Krise das Schlimmste hinter uns” und „die Regierung in Athen weiß, dass sie die anderen Euro-Staaten finanziell nicht überfordern darf. Deshalb treibt sie jetzt die Reformen ja auch voran.“

Mittlerweile wurde das Land kaputtgespart und liegt wirtschaftlich gesehen in Trümmern. Die Arbeitslosenzahlen Griechenlands sind uns in Deutschland lediglich aus Zeiten der Weimarer Republik bekannt und wir wissen alle, was daraus erwachsen ist. Sollte es der EU auch gelingen, diese Regierung zu kaufen, möchten wir uns nicht ansatzweise vorstellen, was für eine Regierung dann folgen wird.

Griechenland ist bankrott!

Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass man heute bezüglich Griechenlands zweifellos von Insolvenzverschleppung sprechen kann.

[…] Die Staatsverschuldung ist heute höher als vor dem letzten Schuldenschnitt. Sollten wir weitere Gelder „genehmigen“, werfen wir gutes Geld schlechtem hinterher. Wir werden zweifellos das Geld nie wiedersehen. Uns sollte allen klar sein, dass Griechenland niemals seine Schulden bezahlen wird, wenn selbst Deutschland als Exportweltmeister in Jahren mit Rekordsteuereinnahmen keinen Cent seiner Schulden zurückbezahlt.

Statt den Kapitalismus wirken zu lassen und das Land endlich mit einem Schuldenerlass und einem Euro-Austritt zu erlösen, wird an der bitteren und nachweislich gescheiterten Rettungsmedizin festgehalten – und das obwohl alle Indizien dafür sprechen, dass die Medizin in den vergangenen Jahren schon nicht gewirkt hat.

[…] Aus diesem Grund: Griechenland muss sofort aus dem Euro austreten und seine eigene souveräne Währung einführen, um wieder wettbewerbsfähig zu werden. Dann benötigt Hellas einen Schuldenerlass und im Anschluss einen Marshallplan, um wieder eine wertschöpfende Industrie aufzubauen. Dieses Geld würde tatsächlich in das Land fließen, dort wirken und den Menschen dienen.

Damit können wir die europäische Idee retten und uns solidarisch mit den Menschen in Griechenland zeigen. Innerhalb der Euro-Zone wird das Land niemals gesunden. Die Heilung wird nicht ohne Schmerzen einhergehen, aber nur so können wir das Land retten vor dem sicheren volkswirtschaftlichen Exitus.

Nochmals müssen wir erinnern, dass Währungsunionen zum Scheitern verurteilt sind, und wir erleben dieses Scheitern momentan live und in erster Reihe. Problem ist nur, dass wir dafür auch zahlen werden. Die Bilanz der Wertegemeinschaft und des Euros ist verheerend: Etliche Länder sind volkswirtschaftlich gesehen auf dem Niveau von vor 20, 30 Jahren, Millionen Menschen sind ohne Arbeit, ohne Perspektive und ohne adäquate Altersvorsorge.

Es wird eine Altersarmutswelle auf Europa zukommen, die jegliche Vorstellungskraft übersteigt und niemand stemmen kann.[…]
Handelsblatt vom 27.02.2015

Berlin-Neukölln: Die Sippe weiß alles

Ein junger Mann in Berlin verbrennt eine Frau, die ein Kind von ihm erwartet. In welchem Milieu werden derart brutale Ideen geboren?

[…] Alle Familien sind patriarchalisch organisiert. Der Mann wird nicht kritisiert. Junge Männer werden alleingelassen. Sobald einer ins jugendliche Alter kommt, trägt er keine Probleme zu den Eltern, er muss sie selber lösen. Geht er doch zu ihnen, ist das ein Zeichen von Schwäche.“ Auch über Sexualität wird nicht gesprochen. Anstelle von Aufklärung hörte Aslan zu Hause: „Bring mir ja keine Schande ins Haus!“ Eine ungewollte Schwangerschaft wäre ein Skandal, der nur durch Heirat überwunden werden kann – nicht aber, wenn die Schwangere eine Deutsche ist. „Eine Deutsche zu heiraten, ist praktisch unmöglich, die ist ja keine Jungfrau mehr. Wer keine Jungfrau mehr ist, ist weniger wert. Auch in Berlin wird nach der Hochzeitsnacht in kurdischen Familien nach dem Blutfleck auf dem Laken geguckt.“

Zu Eren T.s Welt gehört auch die Ferdinand-Freiligrath-Schule in der Kreuzberger Bergmannstraße. Ein imposanter Altbau, hinter den Mauern haben in manchen Klassen praktisch alle Schüler einen Migrationshintergrund. 77 Prozent sprechen hier eine „nichtdeutsche Herkunftssprache“. 20 Prozent der Schüler gingen voriges Jahr ohne Abschluss ab – an anderen vergleichbaren Schulen in Berlin sind es nicht einmal zehn Prozent.

[…] „Die Familien hier leben heute viel abgeschotteter als noch vor einigen Jahren“, sagt er. Früher habe es für schlecht qualifizierte Männer wenigstens noch Industriejobs gegeben, und zu Hause lief Derrick statt Satellitenfernsehen, so hätten vor allem Frauen Deutsch gelernt. Heute träfen viele der Migranten aus dem Viertel nur noch in Schulen und auf der Straße auf Leute, die nicht zu ihrem engsten Kulturkreis gehören. „Man muss diese Familien als Clans begreifen. Jeder beobachtet jeden, die soziale Kontrolle ist stark. Wie früher im Dorf. Die Familie ist alles, und die Außenwelt zählt sehr wenig. Wer die Familie verliert, ist ohne Halt, er ist isoliert. Sich zu emanzipieren geht praktisch nur durch einen totalen Bruch mit der Familie.“
ZEIT ONLINE vom 25.02.2015

Das ist die EU-Live: Ca. 35 Abgeordnete anwesend. Und mindestens 70 Dolmetscher.
via Facebook Seite von Beatrix von Storch

Studie zum Linksextremismus

Gegen „rechts“ zu sein ist Pflicht, „links“ zu sein oft mehr als eine harmlose Neigung. Linksradikale und linksextreme Einstellungsmuster sind in Deutschland weit verbreitet.

Seit der Wiedervereinigung ist eine kaum zu überblickende Zahl von Befragungen und Publikationen über das Thema Rechtsextremismus erschienen. Die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Linksextremismus fällt dagegen eher spärlich aus. Dafür gib es mehrere Gründe. Nicht wenige Wissenschaftler vornehmlich linker Couleur lehnen nicht nur den Extremismusbegriff ab, sondern bezweifeln, dass es überhaupt „Linksextremismus“ gibt. Andere scheuen vor diesem Themenfeld zurück, weil Linksextremisten ihre politischen und wissenschaftlichen „Widersacher“ beschimpfen und mitunter auch bedrohen. Ein weiterer Grund ist die starke mediale Beachtung des rechten und des islamistischen Extremismus. Linksextreme Aktivitäten bleiben eher im Hintergrund. Darüber hinaus verschwimmen – anders als auf der rechten Seite des politischen Spektrums – die Trennlinien zwischen extremer und radikaler, aber demokratischer Linker, so dass Linksextremisten gleichsam unter dem Schutzschirm des gesamten linken Milieus stehen. [… ]

Extremistische Ideologien erheben Anspruch auf totale Welterklärung. Sie lehnen die Pluralität der Interessen, das Mehrparteiensystem und das Oppositionsrecht ab und denken in Freund-Feind-Kategorien. Beide Extremismen verbindet die Ablehnung liberaler Werte und Lebensstile, beide haben ein taktisches Verhältnis zum demokratischen Verfassungsstaat. […]

[…]Der von uns favorisierte dynamische Extremismusbegriff bedeutet allerdings die kategoriale Ablehnung eines statischen Begriffs von „Mitte“. Denn wenn die (politische) Mitte keine Kritik und keine abweichende Meinung zulässt, wird sie selbst extremistisch.

[…]

Die Zahl politisch „links“ motivierter Gewalttaten steigt seit Anfang des neuen Jahrtausends im Trend deutlich an, und zwar von knapp 1200 (2001) auf knapp 1700 (2013). Im Jahr 2014 dürfte die Zahl weiter gewachsen sein. Besonders stark gestiegen sind von „linken“ Personen verübte Körperverletzungen. In der öffentlichen Wahrnehmung werden diese Gewalttaten quantitativ unterschätzt, da der Verfassungsschutz warum auch immer zwischen „links“ und „linksextrem“ motivierten Straf- und Gewalttaten unterscheidet und die nur „links“ motivierten Taten in der detaillierten Betrachtung außen vor lässt.

Wie das Bundeskriminalamt auf Nachfrage mitteilte, verübten in den vergangenen Jahren als nichtextrem eingeschätzte „linke“ Personen etwa 30 bis 40 Prozent der Gewalttaten.

[…] Stark zugenommen hat in den letzten Jahren die Konfrontationsgewalt zwischen Linksextremisten und Rechtsextremisten, wobei nach Angaben der Sicherheitsbehörden die Gewalt zumeist von Linksextremisten ausging. Gegen unliebsame Personen – nicht nur gegen Rechtsextremisten – rufen Linksextreme in Internetforen und auf Flugblättern zur Ausgrenzung und zu Gewalthandlungen auf. Personen, die ihnen als „Feinde“ gelten, werden mit Hassparolen bedacht und bedroht. Im Fokus stehen dabei Polizisten, (tatsächliche oder vermeintliche) Rechtsextremisten oder Neonazis, Burschenschafter, Mitglieder und Sympathisanten der AfD, aber auch Vertreter etablierter bürgerlicher Parteien, insbesondere der SPD und der Grünen, die bei Kampagnen und Aktionen linksextremen Forderungen nicht nachkommen. Die Bedrohungen und Gewalttaten reichen von Beschimpfungen bis hin zu Morddrohungen, über Sachbeschädigungen bis hin zu körperlichen Angriffen.

[…] Radikale und extreme Linke versuchen gleichermaßen, über populäre Kampagnen, zum Beispiel gegen Rechtsextremismus, Globalisierung oder gegen die Asylpolitik, ihren Sympathisantenkreis und ihren Einfluss auf die öffentliche Meinung zu vergrößern. Wer ihre Forderungen nicht teilt, sieht sich schnell dem Vorwurf ausgesetzt, ein Reaktionär, Rassist oder gar Faschist zu sein. Linksextreme Einstellungen beschränken sich jedoch nicht auf die linke Szene, sondern haben längst Eingang in die sogenannte Mehrheitsgesellschaft gefunden, wie die Ergebnisse einer von uns in Auftrag gegebenen repräsentativen Umfrage belegen.

[…] Während insbesondere Linke aller Schattierungen sehr sensibel auf tatsächliche oder vermeintliche Einschränkungen von Bürgerrechten reagieren, haben sie nichts dagegen, wenn politische Grundrechte für Rechtsextremisten begrenzt würden. Das befürworten insgesamt 37 Prozent – 54 Prozent der potentiellen Wähler der Linken und 57 Prozent der Linksextremisten.

[…] Linksextreme Gruppen und Personen propagieren offen ihr Ziel, die bürgerliche Gesellschaft und den bürgerlichen Staat zerschlagen und an seiner Stelle eine neue, anarchistische oder kommunistische Gesellschaftsordnung errichten zu wollen. Sie sind nicht nur antikapitalistisch, sondern auch demokratiefeindlich eingestellt.

Die notwendige Bekämpfung rechtsextremistisch und islamistisch motivierter Gewalt darf den Blick auf linke und linksextremistische Gewalt nicht trüben. Eine Aufrechnung verbietet sich selbstverständlich, denn allen drei Extremismen ist Gewaltverherrlichung und Demokratiefeindlichkeit immanent, wenn auch aus unterschiedlichen Motiven und mit unterschiedlichen Zielen. Eine wehrhafte Demokratie muss allen Feinden einer offenen Gesellschaft gleichermaßen entschieden entgegentreten.
 FAZ vom 26.02.2015

Der Grund, warum niemand mehr Vertrauen in die Politik von Merkel, Schäuble & Co. hat: Der Murmeltier-Effekt.

2010: Lob aus Brüssel für die Reform- und Sparpläne der Griechen, Zahlungen werden bewilligt. Damals rechneten Pessimisten mit 3 Jahren „Griechenland-Hilfe“.

2015: Mittlerweile sind fast 5 Jahre vergangen, noch immer freut man sich mit den Griechen über die großen Reformpläne. Das nächste Hilfspaket wird in diesem Moment bereits geschnürt.

2020: Ein Blick in die Zukunft, der gar nicht schwer ist. Lob aus Brüssel für Griechenland, das 11. Hilfspaket wird geschnürt. Vorausgesetzt, es gibt die Währungsunion bis dahin noch. Die #AfD stimmt als einzige Partei im Bundestag gegen neue Griechenland-Hilfen. SPD, CDU, Linke und Grüne haben sich mittlerweile zur BED (Bunte Einheitspartei Deutschland) zusammengeschlossen und stimmen natürlich dafür.

Siehe dazu auch:

Die Welt, 2010:
http://www.welt.de/wirtschaft/article7436521/Aus-der-EU-wird-ab-sofort-eine-Transferunion.html

NWZ Online, 2015:
http://www.nwzonline.de/wirtschaft/eu-kommission-lobt-athener-reformliste_a_24,0,1537010361.html

 

EU-Studie: Bürger haben kein Vertrauen in Europa

Immer mehr EU-Bürger halten immer weniger von Europa – zu diesem bitteren Schluss kommt eine Studie in sechs großen Mitgliedsländern. Die miesen Umfragewerte bedeuten vor allem: ein Totalversagen der Politik.

Vertrauen in Europa? Ja, eine knappe Mehrheit der Deutschen – 53 Prozent – hat es noch. Im restlichen Europa ist das Vertrauen schon dahin, die Mehrheit der Bürger ist EU-skeptisch. Das ist das fatale Ergebnis einer Umfrage des angesehenen italienischen Forschungsinstitutes Demos & pi. In Kooperation mit anderen Meinungsforschern und mit der Zeitungsgruppe um „La Repubblica“ wurden dazu in den sechs größten EU-Ländern zwischen dem 12. und 23. Januar jeweils 1000, repräsentativ ausgesuchte Bürger befragt.

In Frankreich, Spanien und Polen stehen nur noch gut 40 Prozent der Befragten dem Projekt Europa vertrauensvoll gegenüber. In Großbritannien sinkt deren Anteil auf 28 Prozent. Und in Italien, das ist traditionell das Land größter Europabegeisterung, mit Zustimmungsraten von einst 70 Prozent, ist Europa-Zuversicht gerade einmal bei 27 Prozent der Bürger zu finden.

Noch schlechter als die EU schneidet der Euro ab. Nur Minderheiten stimmen der These noch zu, die gemeinsame Währung habe Vorteile gebracht und werde weiter Nutzen stiften. Ihr Anteil liegt zwischen 23 Prozent in Frankreich und 11 Prozent in Italien. Selbst die Deutschen, vom Rest Europas als Nutznießer des Euro eingeschätzt und deshalb beneidet, wenn nicht gehasst, glauben nur zu 13 Prozent, dass sie tatsächlich Vorteile von der Währungsunion hätten. Fast dreimal so viele, 37 Prozent, sind laut dieser Studie für eine Rückkehr zur D-Mark. […]
SPIEGEL ONLINE vom 25.02.2015

Top-Ökonom im Interview: Ifo-Chef Sinn alarmiert: „Die Schuldengemeinschaft führt zur Lawine, die alles davonreißt“

Griechenland hat in den vergangenen fünf Jahren 216 Milliarden Euro an neuen öffentlichen Krediten bekommen, zusätzlich zu den 48 Milliarden aus der Druckerpresse, die sie sich damals schon genehmigt hatten und die durch die Target-Salden gemessen werden. Außerdem hat Griechenland im Jahr 2012 einen privaten Schuldenschnitt von 107 Milliarden Euro sowie einen öffentlichen von effektiv 43 Milliarden Euro erhalten. Das alles bei einem Bruttoinlandsprodukt von heute 184 Milliarden Euro. Und das Ergebnis ist: Wir sind mit der Wettbewerbsfähigkeit des Landes kaum einen Schritt weiter. Die Arbeitslosigkeit ist doppelt so hoch wie damals. Die Jugendarbeitslosigkeit liegt über 50 Prozent. Wer kann denn mit klarem Kopf behaupten, dass das ein erfolgreicher Weg war?

[…] Das ist Insolvenzverschleppung, sonst gar nichts. Dass die wachsende Austeritätsmüdigkeit der Griechen und die wachsende Rettungsmüdigkeit der Nordländer irgendwann mal kollidieren würden, war mir seit dem Beschluss der Rettungsaktionen im Jahr 2010 klar. Und der Zeitpunkt ist jetzt gekommen.

[…] Nur wenn das Land aus der Euro-Zone austritt, hat es überhaupt noch die Chance, Außenhandelsüberschüsse zu erwirtschaften. Und nur diese würden es in die Lage versetzen, die restlichen Schulden zu bedienen bzw. nicht immer mehr Schulden im Ausland zu machen. Bleibt Griechenland im Euro, ist es hoffnungslos. Dann werden die Schulden nie zurückgezahlt.

[…] Auch wenn die Reformen stattfinden, haben Sie noch nicht das Hauptproblem gelöst: dass Griechenland viel zu teuer ist. Griechenland hat doppelt so hohe Löhne wie Polen! Das Land muss runter von diesem Preisniveau, und das geht nur durch eine Preissenkung im Euro oder einen Austritt und die Abwertung der Drachme. Andere Möglichkeiten gibt es nicht. Nur so kommen die Investoren in das Land zurück.

[…] Der Austritt als solcher kostet uns nichts. Deutschland ist an den öffentlichen Krediten, die Griechenland über verschiedene Kanäle gewährt wurden, zu knapp 80 Milliarden Euro beteiligt. Einen Großteil dieses Geldes werden wir niemals wiedersehen, ganz egal, ob Griechenland im Euro bleibt oder austritt. Bleibt es im Euro, wird diese Summe immer größer werden, denn wir werden den Lebensstandard Griechenlands durch immer wieder neue Kredite, die anschließend erlassen werden, sichern müssen. Das ist ein Fass ohne Boden.

[…] Zinsen müssen die Bonität eines Landes widerspiegeln. Wer überschuldet ist, von dem verlangen die Gläubiger höhere Zinsen, und die höheren Zinsen verringern den Anreiz, sich noch mehr zu verschulden. Dieser Marktmechanismus ist in der Euro-Zone durch die Vergemeinschaftung der Haftung gegenüber den Gläubigern weitgehend außer Kraft gesetzt.

[…] Noch mal: Die Verluste entstehen nicht durch den Austritt, sondern mehr noch durch den Verbleib in der Euro-Zone. Alle südlichen Regierungen müssen sich zwischen einem harten Weg zur Wettbewerbsfähigkeit im Euro und einem Austritt entscheiden, oder Deutschland muss die mit einer Inflation verbundenen Wohlfahrtsverluste akzeptieren. Es liegt in der Natur der Falle, in die wir mit dem Euro gekommen sind, dass es keine einfachen Auswege mehr gibt.
FOCUS vom 25.02.2015