Flüchtlingskrise: Herzensergießungen einer Nation

Schade, sagte die grüne Bundespolitikerin Katrin Göring-Eckardt, schade, dass er den Konflikt nicht aushält, schade, dass er nicht mehr Mut hat, schade, dass er so spricht, wie er spricht. Wer war mit „er“ gemeint? Er – das ist Frau Göring-Eckardts Parteifreund, der grüne Kommunalpolitiker Boris Palmer, Bürgermeister von Tübingen. Was hat sich Palmer in den Augen Göring-Eckardts zuschulden kommen lassen? Er hat die eingespielte Arbeitsteilung in der deutschen Flüchtlingsdebatte gestört (hier die unbegrenzte Moral und Menschlichkeit, dort die begrenzten Ressourcen).

[…] Er, Palmer, sagt in der „taz“ denn auch Sätze wie diese: „Wir erleben gerade, dass rings um uns die Länder Europas überfordert sind. Das hat auch damit zu tun, dass so viele Menschen von Deutschland motiviert wurden, die Reise hierher anzutreten. Jetzt müssen wir uns eingestehen, dass auch die deutsche Gesellschaft an eine Belastungsgrenze kommt. […]

[…] Siebzig Prozent der Flüchtlinge junge Männer, die ganz andere Vorstellungen von der Rolle der Frauen, der Religion, Meinungsfreiheit, Homosexualität oder Umweltschutz in der Gesellschaft haben als wir Grüne. Machen wir uns nichts vor: Die Aufgabe ist riesig.“ […]
FAZ

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