Obdachlosigkeit in Deutschland steigt um mehr als die Hälfte

Die Wohnungslosigkeit in Deutschland steigt deutlich. Im vergangenen Jahr waren 18 Prozent mehr ohne Wohnung als 2012. Die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (BAGW) prognostiziert in den kommenden drei Jahren sogar einen weiteren Zuwachs um 60 Prozent. Das liegt allerdings nicht an der Zuwanderung.

Der BAGW-Jahresschätzung zufolge schliefen 2014 knapp 40.000 Obdachlose auf der Straße, weil auch die Aufnahmeeinrichtungen vieler Kommunen überfüllt waren.

„Wir stellen fest, dass mindestens 2,7 Millionen Kleinwohnungen mit einem bis drei Zimmern fehlen“, sagte der BAGW-Vorsitzende Winfried Uhrig in Berlin. 400.000 neue Wohnungen jährlich seien „dringend nötig“, gerade das Angebot an preiswertem Wohnraum und Sozialwohnungen sei „völlig unzureichend“.

[…] „Ob es Verteilungskämpfe geben wird, hängt davon ab, wie die Bundesregierung reagiert.“

Entscheidend sei, dass „die Anstrengungen für alle Gruppen gleichermaßen gemacht werden“. Laut BAGW wird etwa die Hälfte der Flüchtlinge eine Wohnung finden. Um der verstärkten Nachfrage auf dem Wohnungsmarkt zu begegnen, hält Specht kurzfristig auch die Beschlagnahmung von Gewerbeimmobilien und leer stehenden Privatwohnungen für möglich.
t-online

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