„Die Gefahrenabwehr ist praktisch lahmgelegt“ – Gewerkschaft der Polizei warnt vor dramatischer Überlastung der Grenzpolizei

„Wir wissen nach wie vor kaum, wer in unser Land kommt“, räumt Jörg Radek, Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP), für den Bereich Bundespolizei, ganz offen ein. Unter den gegenwärtigen Bedingungen sei die „Strafverfolgung und die Gefahrenabwehr praktisch lahmgelegt“.

Die GdP gehört zum Deutschen Gewerkschaftsbund. Ihre Funktionäre sind keineswegs als Scharfmacher bekannt, äußern sich bei Migrationsfragen normalerweise sehr bedächtig. Umso ernster muss man deshalb Radeks Warnungen nehmen.

[…] Ein Großteil der über Österreich einreisenden Flüchtlinge kann sich laut GdP nicht mit einem Pass ausweisen. Diese Flüchtlinge müssten von Gesetzes wegen eigentlich durch die Bundespolizei befragt und erkennungsdienstlich behandelt und angezeigt werden. Doch dies werde laut Gewerkschaft nur bei den wenigsten Flüchtlingen auch tatsächlich gemacht.

[…] Radek ist nicht der einzige Sicherheitsexperte, der wegen der hohen Belastung von Zoll und Bundespolizei Alarm schlägt. Reiner Wendt, Chef der konkurrierenden Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), hatte vor zwei Wochen im Gespräch mit der Huffington Post gesagt: „Die Kollegen an der deutschen Grenze schieben jeden Tag zwölf Stunden lange Schichten.“

[…] Der Sicherheitsexperte warnte damals vor einer massiven Belastung der gesamten deutschen Polizei: Die Polizisten seien „längst am Rande der Belastungsgrenze oder darüber hinaus“. Ursache hierfür ist dem Arbeitnehmervertreter zufolge neben dem Personalmangel und den vielen Großveranstaltungen in diesem Jahr vor allem die hohe Zahl der ankommenden Flüchtlinge. Deren Ankunft stelle die Polizei „vor große Herausforderungen.“
huffingtonpost

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