Union und SPD – Die Große Koalition ist der Brutkasten des Radikalen

Große Koalitionen galten einst als Ausnahmezustand. 2016 aber wird das schwarz-rote Regierungsbündnis bei mehreren Wahlen zum Dauerzustand werden. Das führt zur Radikalisierung der Gesellschaft und zum Aufstieg der AfD

[…] Eine Große Koalition mag befristet ihr Gutes haben und dem Land nutzen. Sie darf aber nicht zum Dauerzustand werden. Sonst nimmt die parlamentarische Demokratie Schaden.

[…] Angela Merkel macht sozialdemokratische Politik, der ihre eigenen Leute bis auf weiteres zähneknirschend folgen, die SPD sowieso. Opposition findet nicht mehr statt, weil etwa in der zentralen Flüchtlingsfrage sich weder Grüne noch Linkspartei etwas Besseres wünschen könnten als Merkels Willkommenspolitik.

Deshalb sind alle im Bundestag vertretenen Parteien entweder glücklich, zufrieden und ruhiggestellt. Oder aber sie folgen ihrer Parteichefin einstweilen in stillem Leid. Die liberale, außerparlamentarische Stimme der FDP dringt nicht durch. Und zu einer radikalen Oppositionshaltung gegenüber Merkel und der Großen Koalition kann sich Parteichef Christian Lindner auch nicht durchringen. Schließlich will er am liebsten mit der Union nach der Bundestagswahl 2017 regieren. Frontalangriffe auf Merkel schließen sich daher aus. Das politische Kind oder eher: der KEGEL der Großen Koalition heißt Alternative für Deutschland.

[…] Weil sich die Mitte so breit gemacht hat, drückt es diejenigen, die sich nicht mehr vertreten fühlen, zwangsläufig an die Ränder.
Cicero Online

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