Arabischstämmige Bielefelderin äußert sich zu den Übergriffen in der Silvesternacht

Bielefeld. Eine Bielefelderin mit arabischen Wurzeln hat der NW einen bemerkenswerten Brief zur Flüchtlingsdebatte geschrieben:

[…] Ich bemerke, dass Menschen aus meinem Bekanntenkreis, die ebenfalls einen „Migrationshintergrund“ haben, die Flüchtlingsdebatte, die Ereignisse des letzten Jahres mit großer Sorge betrachten.

[…] Das System Deutschland hat es verpasst für ein klares Einwanderungsgesetz zu sorgen. Das Modell Kanada wird schon jahrzehntelang als Alternative erwähnt. Warum reagiert Deutschland so schlecht, so langsam, wenn die Warnsignale ganz klar zu erkennen sind?

[…] Ich bin gerne deutsche Staatsbürgerin, sehe mich als Europäerin, demokratische Bürgerin. Schon aus beruflichen Gründen habe ich insgesamt 5 Mal einen staatlichen Eid ablegen müssen.

[…] Ich liebe und lebe die Freiheit und mache sehr viele Dinge, die mir gut tun. […] Ich liebe und mache Musik seit mehreren Jahren. Ich liebe die Literatur, den deutschen Poetry Slam. Ich besuche Festivals, Lesungen, Kulturveranstaltungen. Auf all das möchte ich nicht verzichten. Es ist mein gutes Recht. Ich will nicht zulassen, dass man mir das wegnimmt! Das ist ein schönes Land, hier werden viele schöne Angebote für die BürgerInnen gemacht. Es lebe die Freiheit!

[…] Jetzt wird mir ganz schlecht dabei, wenn ich auf das Jahr 2015 zurückblicke und zähle, wie oft ich auch nachts mit dem Zug unterwegs war. Alleine, als Frau! Dabei habe mich immer sicher gefühlt, waren doch andere Menschen unterwegs, die ebenfalls fröhlich ihr Leben genossen haben.

Das Jahr 2016 fängt mit einer Tragödie, mit einer Katastrophe an! Unerträglich! Die Ereignisse in Köln und Co. werden alles verändern. […]

Unerträglich, was sich dort abgespielt hat. Unerträglich, dass man diese kriminellen Subjekte (Personen) nicht packt, in den nächsten Flieger setzt und dafür sorgt, dass sie nie wieder einen Fuß auf europäischen Boden setzen.

[…] Mir ist es egal, ob diese „Männer“ Flüchtlinge sind oder Illegale oder seit 2 Jahren sich hier in Deutschland aufhalten, sie gefährden den inneren Frieden, die Ordnung und die Sicherheit in meinem demokratischen Deutschland! Sie gehören nicht hierher und werden es auch nicht im Ansatz schaffen, sich zu integrieren.

Wer hier Schutz und eine neue Heimat sucht, so großzügig aufgenommen wird, aber auf der anderen Seite nichts Besseres zu tun hat, als Frauen zu verachten und sie anzugehen, sie beleidigt und wie ein Tier, wie ein Monster begrabscht, sie verletzt, hat es nicht verdient auch nur einen Tag länger in Deutschland zu bleiben. Für mich, als Steuerzahlerin ist es unerträglich, dass diese Kriminellen hier bleiben dürfen.

[…] Wir brauchen eine ehrliche und offene Gesprächskultur. Diese wird knallhart und unbequem sein. Wir müssen wieder über die Leitkultur sprechen und ganz genau überprüfen, wer hier neu ins Land darf. Das sage ich, ein Gastarbeiterkind und Demokratin!

In meinen Reisen in die arabische Welt habe ich viele Menschen kennengelernt. Sie alle würden sich für das übergriffige Pack aus Köln und Co. schämen, weil diese Personen das Ansehen der friedfertigen Bevölkerung in der Heimat besudeln.“

Neue Westfälische

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