Migrantenkrise: Die Lawine kommt ins Rollen

Ein Alarmsignal: In der Ägäis hat sich im Januar die Zahl der Migranten gegenüber dem Januar 2015 verzwanzigfacht. Ein Jahr lang haben potentielle Migranten von Afrika bis Asien zugeschaut, wie einfach der Weg über die Balkanroute ist. Jetzt machen sie sich auf den Weg. Die Europäer haben nur noch wenige Winterwochen, um die EU-Außengrenzen abzuriegeln. Sonst droht Dramatisches.

[…] Die aktuelle leichte Migrantenflaute ist trügerisch. Der genaue Blick auf die Zahlen zeigt, was den Europäern 2016 droht. Fast 52.000 neue Asylgesuche wurden in Deutschland allein in den ersten beiden Januarwochen registriert. Das entspricht 3000 bis 4000 Migranten am Tag. Selbst diese vergleichsweise „niedrige” Winterzahl würde aufs Jahr gerechnet weit über eine Million weitere Migranten bedeuten.

[…] Vor allem aber wird es bei den niedrigen Winter-Zahlen nicht lange bleiben. Das zeigt schon jetzt der Blick auf das südliche Ende der nach wie vor sperrangelweit offenen Balkanroute. Im vergangenen Dezember wurden im Schnitt täglich etwa 3100 Migranten durch Slowenien hindurch nach Österreich geleitet. Aktuell, hieß es in einer Presseagenturmeldung vom 19. Januar kommen täglich etwa 3000 Personen über die slowenisch-österreichische Grenze.

[…] In den ersten zehn Tagen des neuen Jahre kamen 18.334 Personen über die Ägäis nach Griechenland, in den ersten 20 Tagen über 35.000.  Zum Vergleich: Im gesamten Januar 2015 waren es knapp 1700. Das bedeutet: Schon im Wintermonat Januar setzen jetzt mehr als 20 Mal so viele Migranten über die Ägäis wie im gesamten Januar des Schreckensjahres 2015.

[…] Abermillionen potentielle Migranten zwischen Gambia, Somalia, Afghanistan und Pakistan haben im vergangenen Jahr auf ihren Bildschirmen der Völkerwanderung über die Balkanroute zugeschaut – wahrscheinlich mit großen, staunenden Augen. Alle haben gesehen, dass Europa keine Grenzen hat und weder Willens noch in der Lage ist, die Menschenmassen aufzuhalten, sondern im Gegenteil für sie Fähren, Busse und Bahnen bereitstellt. Diese Bilder über Monate hinweg waren eine Einladung, wie sie Welt noch nie gesehen hat: Noch nie in 20.000 Jahren Menschheitsgeschichte war millionenfache Einwanderung so einfach.

[…] Französische Hinweise auf große Zahlen von Migranten aus dem Sudan oder griechische Berichte über immer mehr Afghanen und Nordafrikaner sind kein gutes Zeichen. Die Europäer müssen sich für das neue Jahr auf dramatische Zahlen gefasst machen.
Bayernkurier

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