Köln passiert hier täglich

Nach den Übergriffen an Silvester will Ercan Yasaroglu nicht mehr schweigen. Der Berliner Sozialarbeiter berichtet vom Terror nordafrikanischer Männerbanden, von Drogenhandel und Gewalt gegen Frauen.

[…] 70 Prozent Migranten, Drogenmissbrauch, Diebstahl und Gewalt – Yasaroglu kennt den Platz, seine Bewohner und ihre Probleme so gut wie kaum ein anderer. Vor mehr als 30 Jahren floh er aus der Türkei und beantragte in Deutschland Asyl. Seitdem lebt der Alt-68er in Berlin-Kreuzberg.

[…] Sobald es dunkel wird, gehört der Platz den Kriminellen. Dann werden hier ganz offen Drogen verkauft oder Passanten ausgeraubt. Die agieren in Gruppen, lauern ihren Opfern beispielsweise am Geldautomaten auf, lenken sie ab. Beliebt ist der Antanztrick, wo sie jemanden umarmen, und hinterher fehlt das Portemonnaie. Inzwischen gibt es auch diese sexuellen Übergriffe. Mädchen, die umzingelt und begrapscht werden. Das ist eine Masche. […] Die Drogenszene war hier schon immer stark. Aber das Zusammenleben war weitestgehend friedlich. Seit ungefähr einem Jahr hat sich das verändert. Kriminalität und Gewalt haben stark zugenommen […]

Meist sind es junge Typen aus nordafrikanischen Ländern, die gleiche Klientel wie in Köln.

 […] Wir wollten immer politisch korrekt sein, zuletzt, um diese „Wir schaffen es!“-Politik nicht zu gefährden. Deswegen haben wir nicht laut genug geschrien. Ich nicht, die Polizei nicht, die Politik nicht. Keiner hat sich getraut zu sagen, was ist. Deswegen tragen wir auch alle Schuld an dem, was in Köln passiert ist und was hier tagtäglich passiert. Aber wissen Sie, was das Traurigste ist? Letztlich haben wir genau das Gegenteil von dem erreicht, was wir erreichen wollten. Unsere falsche Rücksicht hat die Willkommenskultur beschädigt.
 focus
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