Rutschzeiten für Frauen: Deutschland macht sich klein

Die deutsche Frau muss scheinbar ihr offenherziges Aussehen und Verhalten überdenken: Nach den Übergriffen von Köln erteilte Oberbürgermeisterin Henriette Reker bereits den gut gemeinten Rat: Frauen sollten immer „eine Armlänge“ Abstand gegenüber Männern halten, um sich selbst zu schützen. Und nun führt ein Schwimmbad im Hamburger Norden spezielle Rutschzeiten für Frauen ein. Ebenfalls um sie vor sexuellen Übergriffen zu bewahren.

Wer muss hier eigentlich auf wen Rücksicht nehmen? Schließlich befinden wir uns in einem Land, in dem Gleichberechtigung herrscht. Dort wo wir immer stolz waren auf die emanzipierten Frauen und das gleichberechtigte Miteinander zwischen beiden Geschlechtern. Plötzlich scheinen wir uns anpassen zu müssen. An Mitglieder uns ferner liegender Kulturen, die sich nicht benehmen können. An einige Männer, die aus Ländern kommen, wo Frauen verschleiert sind und auf die Frauen in knappen Bikinis wie ein Kulturschock wirken müssen.

Gesonderte Rutschzeiten für Frauen werden das Problem der sexuellen Übergriffe nicht lösen. Diese Idee schützt sicherlich die Opfer, aber gleichermaßen auch die potentiellen Täter. Vielmehr muss den Migranten freundlich und bestimmt erklärt werden, dass Frauen hier in Deutschland im Bikini Rutschen herunter rutschen.

Ziel der Integration kann nicht sein, einem Konflikt aus dem Weg zu gehen indem man sich die Regeln der Gäste zu eigen macht. Hier in Deutschland greift eben ein anderes Wertesystem. Und wer sich nicht daran hält, wird bestraft. Im Fall der Übergriffe im „Arriba“-Spaßbad heißt das konkret: Schwimmbadverbot und juristische Strafverfolgung. Denn Frauen müssen sich weiterhin wie gewohnt frei in Deutschland bewegen dürfen. So offenherzig, wie es ihnen beliebt.

n-tv.de

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