Jürgen Falter: ‚Es ist töricht, die AfD in die rechtsextreme Ecke zu stellen‘

Der Mainzer Parteienforscher Jürgen Falter spricht im Interview mit unserer Redaktion über die Strategien und Aussichten der Parteien vor und nach den Landtagswahlen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt am kommenden Sonntag und den Umgang mit der AfD.

[…] Union und SPD sitzen zusammen in einem Boot. Sie sind auf Gedeih und Verderb aneinander gekettet und gehen miteinander unter, wenn sie Pech haben. Für die Demokratie sind große Koalitionen daher selten gut. In großen Koalitionen werden die Regierungsparteien tendenziell geschwächt, die Flügelparteien dagegen gestärkt. So wird die Koalitionsbildung noch schwieriger in Zukunft.

[…] Es ist vollkommen töricht, die AfD in die rechtsextreme Ecke stellen zu wollen, wo man doch die Unterschiede zur NPD mit Händen greifen kann. Man verniedlicht dadurch einerseits den Rechtsextremismus. Andererseits schafft man eine Festungsmentalität bei den AfD-Anhängern, die sich von allen Seiten umzingelt und missverstanden sehen und sich dadurch stärker zusammen scharen.
 rp-online

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