Brüssel – Wo man Saudi-Arabien den Islamunterricht anvertraute

Wie konnte Brüssel zur unheimlichen Terror-Hauptstadt Europas werden? Das hat viel mit der Wirtschaft zu tun, mit falschen Verbündeten – aber auch mit dem Versagen der westlichen Außenpolitik

[…]In den 70er Jahren hatte der belgische Staat die fatale Idee, den islamischen Religionsunterricht und den Bau von Moscheen für die vorwiegend marokkanischen Einwanderer ausgerechnet Saudi-Arabien anzuvertrauen – der Heimat der radikalen Religionsauslegung, die als Salafismus bekannt ist und die Dschihadisten inspirierte.

[…] Er konnte im Brüsseler „Halbmond“, aber auch in Städten wie Antwerpen oder Verviers geheime Netzwerke aufbauen, die die Terror-Attacken in Paris und Brüssel vorbereitet haben. Diese Netzwerke sind offenbar wesentlich größer, als bisher vermutet wurde; belgische Medien sprechen von mehreren Dutzend Sympathisanten und Helfern.

[…] Ohne das Versagen der westlichen Außenpolitik, das den IS erst möglich gemacht hat, und ohne die allzu offenen Reise- und Fluchtwege über die Türkei nach Syrien wären Abdeslam und seinesgleichen wohl geblieben, was sie früher waren: Kleine Diebe und Drogenhändler, über die sogar ihre Nachbarn in Molenbeek oder Schaerbeek lachen.
Cicero Online

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