Blackbox KW 12/2016 – Tichys Einblick

[…] Kurz nach den Anschlägen vom Dienstag in Brüssel mit mehr als 30 Toten und 300 Verletzten kamen die Sprechroboter aus den Regierungsvierteln zum Einsatz: Anschlag auf unsere Freiheit. Hat nichts mit dem Islam zu tun. Schon gar nichts mit den Flüchtlingen. Wir werden keine Angst zeigen. Wir werden den IS zerschlagen. So und ähnlich lauteten die wohlfeilen Sprechblasen aus den Mündern von Hollande, Gauck, Merkel und wie sie alle heißen. Und wenn Maas feststellt, dass die Terroristen keine Flüchtlinge sind, dann qualifiziert er sich zum wiederholten Mal für den Aachener Komikerpreis.

Dass alle „mutmaßlichen“ Täter dem islamistischen Terror zuzurechnen sind, dass einer in einer Flüchtlingsunterkunft in Ulm Gesinnungsfreunde besuchte, einer als IS-Kämpfer in der Türkei festgenommen und abgeschoben wurde, tröpfelte langsam aus den Nachrichten, hatte aber keinerlei Einfluss auf die Plattitüden der Regierungsroboter-Texte.

[…] Belgien, das nicht nur Europas Hauptstadt Brüssel beherbergt, ist längst in viele Parallelgesellschaften zerfallen – eine wallonische, eine flämische, eine deutschstämmige und eine muslimische. Fast wie eine Blaupause unserer EU-Monsterstaat-Planer. Ob dieses Tohuwabohu dafür verantwortlich ist, dass Belgiens Sicherheitsdienste als besonders ineffizient gelten, ist nicht ganz von der Hand zu weisen.

[…] Man hat sich in Brüssel und manchen Mitgliedsstaaten in einem Netz aus alle Straftaten bagatellisierenden Gesetzen offenbar selbst gefesselt und wehrlos gemacht – solange Täter Migranten mit muslimischen Wurzeln sind.

Als bräuchte es einen weiteren Beleg hierfür, will Bundesjustizminister Maas einen Gesetzentwurf vorlegen, der Mord mit höchstens fünf Jahren Haft bestraft, wenn der Täter etwa „durch eine schwere Beleidigung“ „gereizt“ wurde. Man darf davon ausgehen, dass sich die Mörder von Brüssel durchaus in ihrem diffusen Glauben „schwer beleidigt“ gefühlt haben dürften. Und was heißt das dann? Freigang nach 12 Monaten? Wer solche Gesetze auf den Weg bringt, der hat nicht mehr alle Latten am Zaun.

[…] Margot Käßmann will „Terroristen mit Liebe und Gebeten begegnen“. Noch ist die Effizienz dieser Methode nicht nachgewiesen, aber auch nicht falsifiziert – daher hat die liebestrunkene Bischöfin eine Chance verdient. Vielleicht bei den nächsten Hausdurchsuchungen in Molenbeek und Schaerbeek?

[…] Bodo Ramelow, evangelischer Ministerpräsident für die kommunistische Linke in Thüringen, der aber eigentlich Wessi ist und im Februar beim Papstbesuch in Rom wohl eine Erscheinung hatte, will unbedingt 2.000 mehr Flüchtlinge in Thüringen aufnehmen. Nach solchen hätten ihn auch lokale Arbeitgeber wiederholt gefragt.

Der „Heiko der Woche“ geht dieses Mal an Najima el Moussaoui, die für einen WDR-Fernsehbericht die Polizei und die Stadt von Warburg als brutale Ausländerfeinde diffamierte. Die andere, schockierende, Sicht der Dinge auf „Warburg.de“.
 Tichys Einblick

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