Stuttgart 21 muss 8600 Euro pro Eidechse zahlen

Es klingt nach Satire, aber es ist real: Für das Bahnprojekt müssen 10.000 Eidechsen umgesiedelt werden – auf eingezäuntes Gelände, zu einer bestimmten Zeit im Jahr und beim richtigen Wetter.

[…] Die Population wurde an der geplanten Trasse entdeckt. Die Bahn will die 20 Zentimeter langen Reptilien nicht einfach platt machen, besser gesagt, sie darf nicht. Also muss Tier für Tier umgesiedelt werden. Wegen des Bundesnaturschutzgesetzes und der EU darf das nur zu bestimmten Zeiten im Jahr geschehen, bei richtigem Wetter und von geschulten Spezialisten.

Die sammeln mit speziellen Eidechsenlassos alle ein und bringen sie in ein geeignetes Gelände (80 Quadratmeter pro Tier), das aber erst mal gefunden und womöglich gekauft, dann umzäunt und schließlich 30 Jahre lange von Artenschützern beaufsichtigt werden muss. Kosten pro Eidechse: 8600 Euro. Plus Bauverzögerung der Bahnstrecke um ein Jahr, wenn nicht zwei. Der BER lässt grüßen.

Aber stopp, vielleicht sind die Tiere ja sogar ein artengeschützter Ausweg aus der Kostenklemme. Immerhin krabbeln da plötzlich 10.000 politisch völlig korrekte Mehrkosten-Verursacher auf der Strecke herum. Welcher Grüne kann da Nein sagen?
 Welt

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