Gewalt und Gesinnung – Auch linker Hass ist hässlich

Kisslers Konter: Wer Straftaten begeht, ist ein Straftäter. Diese Gleichung wird außer Kraft gesetzt, wenn Täter sich auf linke Motive berufen. Auch die Medien adeln Kriminelle dann gerne zu „Aktivisten“. Damit sollte Schluss sein

[…] Als etwa am 1. Mai in Berlin bei der „traditionellen linksautonomen Demonstration“ (ja, auch Randale ist traditionsfähig) 59 Polizisten verletzt worden waren, sprach Innensenator Frank Henkel von einer „überwiegend positiven Bilanz“. Man stelle sich vor, bei einer Manifestation rechten Hasses wären 59 Asylbewerber verletzt worden und danach erklärte ein Ortsbürgermeister, die Demonstration sei „überwiegend positiv“ verlaufen: Die Hölle wäre los, zu Recht. Den Opfern linken Hasses, speziell Polizisten, schlägt kein vergleichbares Mitgefühl entgegen.

Und zwar nicht nur, aber besonders in Berlin: „In keiner deutschen Stadt gibt es so viele linksradikale Veranstaltungen wie in Berlin. Fast täglich gibt es eine, in einem der 12 Bezirke der Hauptstadt“. So steht es, formuliert von einem „Komitee der 1. Liga für Autonome“ auf der führenden Plattform linksextremen Hasses, Indymedia. Gemeint ist mit der „1. Liga“ die „Randaleliga“, in der führt, wer möglichst viel kaputt schlägt im vermeintlichen Klassenkampf für eine besitzlose Welt. Die Losung lautet: „Ob Bullen, Politiker, Nazis oder Immo-Schweine – niemand sollte sich mit der Straße anlegen.“ Für die Straße gibt sich eine Corona Krimineller aus, die stolz und offen einsehbar mit ihren Gewalttaten prahlt, mit „Angriffen auf verschiedene Objekte und vielem mehr“. Die Tabelle zur Liga soll von „Antifa e.V. gesponsert“ werden, ist aber momentan inaktiv.

Das 2008 als „Waffe der Subversion“ gegründete Hass-Portal war Medium der Wahl, um die Daten der Teilnehmer am Stuttgarter AfD-Bundesparteitag zu leaken. Man kann einen solchen Informationsdiebstahl samt öffentlichem Pranger durchaus den „Nazi-Methoden“ zurechnen. Mindestens eine konkrete Todesdrohung war die Folge, auch wurden auf Indymedia Hausbesuche und Arbeitgebergespräche angekündigt, um den AfD-Leuten das Leben zu verleiden und sie sozial zu stigmatisieren. Innensenator Henkel wurde auf Indymedia schon mit Ermordung gedroht. Wie lange darf das in seiner Gewaltverherrlichung schmamlose Portal noch sein Gift verspritzen? Kümmert sich die gegen Hassreden im Internet gerichtete Taskforce des Bundesjustizministers auch um Indymedia? Es wäre an der Zeit.

[…] Solange es kriminelle Handlungen gibt, die zurecht verurteilt werden, weil sie kriminell sind, und kriminelle Handlungen, die minder schlimm sind, weil sie irregeleitete politische Statements seien, entfaltet das doppelte Maß seine verdummende Kraft. Die Linke ist auch deshalb in Wort und Tat so ziemlich heruntergekommen, weil ihr ein kritischer Widerpart fehlt, der ihre Selbstwidersprüche entlarvte. Sie „hat sich von ihren aufklärerischen Wurzeln entfernt“, hält sich „per se für moralische Wahrheitsbesitzer“ und hat vergessen, wofür sie einmal stritt: dass Kritik die andere Seite der Selbstkritik ist – und keine Wahrheit ohne Argument sein kann. Der Schlaf der Vernunft im Schnellzug zur Macht rächt sich. Die Linke bezahlt ihre Erfolge mit Differenzierungsscheu und Relativierungsgier im Angesicht des Hasses.
 cicero

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