Arbeitsmarktintegration: Schwedens Flüchtlingspolitik ist teuer und erfolglos

Die Skandinavier geben Milliarden für die Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt aus. Eine neue Studie fördert aber Ernüchterndes zu Tage.

[…] In Schweden gibt es zur Integration der Flüchtlinge ein zweijähriges „Einführungsprogramm in Bildung und Arbeitsmarkt“. Es besteht aus Sprachkursen, Bewerbungstrainings und Praktika. Die Teilnahme ist nicht verpflichtend, aber weil sie mit Zuschüssen zur Sozialhilfe belohnt wird, sind die Beteiligungsquoten hoch. Zuletzt befanden sich rund 55.000 Personen im Programm. Der Staat stellt umgerechnet 1,7 Milliarden Euro in diesem Jahr dafür bereit. Angesichts dieser hohen Summe sind die Ergebnisse vor allem für die geringqualifizierten Teilnehmer bescheiden, wie der Blick der OECD auf deren Werdegang zeigt: Ein Jahr nach Ende des Programms waren nur noch 28 Prozent der geringqualifizierten Männer und ganze 19 Prozent der Frauen beschäftigt.

[…] In Deutschland gehen Fachleute von bis zu fünf Jahren aus, um die Sprache zu lernen und eine berufliche Qualifikation zu erwerben. […] Am schwedischen Arbeitsmarkt sind wohl noch stärker als in Deutschland qualifizierte Arbeitnehmer gefragt. Schätzungen zufolge sind bei den Nordeuropäern nur noch 5Prozent der Tätigkeiten für Geringqualifizierte überhaupt erreichbar. […]
 FAZ

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