Rassismus: Das neue Deutschland – Tichys Einblick

von Sofia Taxidis

Fällt Ihnen etwas auf? Dass etwas anders ist? Nicht nur scheint die Stimmung gegen den Islam sich gedreht zu haben, nein, auch gegen Sie. Wenn Sie Kritik an der Art und Weise der Einwanderung haben, wenn Sie Kritik am politisch motivierten Islam haben – gehören auch Sie nun zum weniger erlauchten Kreis der Rassisten in in diesem Land.

[…] Ist Ihnen weiter etwas aufgefallen? Das Wort „Fremdenfeindlichkeit“ wurde still mit „Rassismus“ gleichgesetzt.

[…] Nun, wie ist das als Kind von Einwanderern. Mit so einem Namen. Mit einem auffallend arabischen Nachnamen meiner Geschwister. Mit einem abweichenden Aussehen als dem von Jens Müller. Klar, es war nicht immer leicht als Kind und Jugendlicher. […]

Aber war es das im Rückblick betrachtet eben denn für meine Mitschüler? Auch die, mit einem deutschen Namen? Die wurden, wenn in der Minderheit, was bei mir ab etwa der 8. Klasse der Fall war, eher von Kindern muslimischer Einwanderer gehänselt und malträtiert, beschimpft, gedemütigt, verfolgt, verprügelt. Sehen Sie. Wenn man über Fremdenfeindlichkeit und Rassismus hierzulande spricht, dann darf man einfach nicht unterschlagen, dass Fremdenfeindlichkeit und Rassismus kein einseitig auftretendes Phänomen ist (ebenso wenig wie eine zunehmende Frauenfeindlichkeit).

Hasnain Kazim, Korrespondent vom Spiegel, twitterte gestern viel besprochene, viel beschwerte Zeilen, darüber, dass wir „Migrantenkinder“ hier sind, mehr werden und nicht mehr weggehen. Und dass wir „Deutschland für uns beanspruchen“.

 

[…] Es ist eine bemerkenswerte Sichtweise: Nichts wird gegeben; Deutschland und die Deutschen werden “beansprucht”. Und wenn es alle ist, dieses Versorger-Deutschland? Weil die nicht mehr wollen oder durch lauter Kazims ersetzt sind, die rausnehmen, aber nichts reinlegen? Oder weil zu viele neue Anspruch-Nehmer erscheinen und sich nehmen, was der bis in die Redaktion des SPIEGEL hinein rassistisch verfolgte Kazim für sich beansprucht hat? Eine infantile Sparschwein-Mentalität – oder ist es schon Rassismus gegen die Deppen, die etwas für den Fortgang dieser Gesellschaft leisten?

[…] Wir haben im Übrigen nichts gegen Afrikaner und Araber, nichts gegen Deutsche, nichts gegen Muslime (der Großteil der Familie der Autorin besteht aus Muslimen), nichts gegen Hellenen, nichts gegen Juden, nichts gegen Italiener, nichts gegen Türken, nichts gegen Kurden oder gegen jedweden Asiaten. Aber wir haben etwas gegen Menschen, die ein friedliches Zusammenleben, ein gutes Miteinander und unsere Meinungsfreiheit beschneiden und uns für ihre Angelegenheiten vereinnahmen möchten. Und gegen die Herausnehmer. So läuft das nämlich nicht.

Wir haben schlicht und ergreifend etwas gegen Arschlöcher – das ganz losgelöst von Nationalitäten.
Tichys Einblick

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