Lieber schweigen als Migranten in Verruf bringen?

Eine Nachwuchspolitikerin, die eine Vergewaltigung durch Männer vermutlich arabischer Herkunft erst verschwiegen hatte, spricht nun darüber. Der Fall befeuert die Debatte über Political Correctness.

[…] Sie haben es einfach über sich ergehen lassen. Drei junge Frauen, zwischen 16 und 18 Jahre alt, Schülerinnen der Kasseler Herderschule, haben es sich gefallen lassen, dass Männer ihnen viel näher gekommen sind, als sie es wollten. In der Straßenbahn, im Bus. Morgens, mittags auf dem Weg zur Schule und nach Hause. Immer waren sie schon da, wenn die Mädchen in die öffentlichen Verkehrsmittel stiegen, immer wieder gelang es den Männern, sie am Po zu begrapschen, an der Brust, zwischen den Beinen. Und wenn sie mit ihren Händen nicht an sie rankamen, dann machten sie obszöne Szenen vor ihren Augen, riefen: „Hure!“

[…] Wie die „Hessische Niedersächsische Allgemeine Zeitung“ (HNA) schrieb, haben sie deshalb so lange geschwiegen, weil sie nicht zu einer Diskriminierung von Flüchtlingen beitragen wollten.

[…] Das Schweigen der Kasseler Schülerinnen zu Missbrauch und verbaler Gewalt durch Migranten ist kein Einzelfall. Anfang des Jahres war bekannt geworden, dass Selin Gören, Bundessprecherin der Linksjugend „Solid“, des Jugendverbandes der Partei Die Linke, von drei Männern mit vermutlich arabischem Hintergrund vergewaltigt wurde.

[…] Doch was sie zu Protokoll gab, war nicht die Wahrheit. Selin Gören sagte, sei sei überfallen worden. Von einer Gruppe von Deutschen und Migranten. Von einer Gruppe von Männern, die Deutsch miteinander sprachen. Sie hätten ihr die Tasche gestohlen. Von der Vergewaltigung sprach sie nicht.

[…] Selin Gören ist überzeugte Sozialistin, Vertreterin einer politischen Organisation, die sich neben dem Feminismus den Antirassismus auf die Fahnen schreibt, sie ist sehr engagiert in der Flüchtlingsarbeit, hat sogar ein Flüchtlingslager im Irak besucht und sich ein persönliches Bild von den traurigen Verhältnissen gemacht […]

Die Kasseler Arbeitsgemeinschaft Gesa („Gemeinsam gegen sexuelle Gewalt aktiv“) plädierte nach den Berichten der Kasseler Schülerinnen, die permanent belästigt wurden, ebenfalls für den Mut zur Wahrheit. Außerdem bestätigte die Organisation, dass die sexuellen Übergriffe durch die zahlreichen männlichen Migranten zugenommen haben.

[…] Dass die Respektlosigkeit gegenüber Frauen und die Bereitschaft, sie zu sexuellen Handlungen zu zwingen, ein in islamischen Kulturen verankertes strukturelles Problem ist, wird auch von muslimischen Intellektuellen wie der bosnischen Schriftstellerin Safeta Obhadjas bestätigt. Sie sagte erst kürzlich in einem Interview mit dem Deutschlandfunk, dass es die Mütter und Großmütter seien, die ihren Söhnen beibrächten, dass westliche Frauen, „die sich nicht anständig anziehen, … Freiwild sind“. Kulturellen Unterschieden wie diesen nicht ins Auge zu sehen sei ignorant. […]
 WELT

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