Expertin: Sexuelle Belästigung durch Flüchtlinge ist ein Problem – so lösen wir es

Bei einem Festival in Bremen wurden viele Frauen sexuell belästigt: Es laufen 24 Ermittlungsverfahren. Die Tatverdächtigen sind Asylbewerber aus Afghanistan. Höchste Zeit, dass Problem mit dieser Tätergruppe anzusprechen, sagt Islam-Expertin Susanne Schröter. Im Interview erklärt sie, welche Rolle der Islam spielt – und fordert Konsequenzen für Flüchtlinge, die sich nicht an Spielregeln halten.

[…] Es gibt in Deutschland immer noch eine Debatte darüber, ob man wirklich ansprechen sollte, dass die Taten genau von dieser Gruppe ausgehen, aus Angst, rassistische Vorurteile zu verstärken.

 […] Zum einen kann man das Problem nur dann angehen, wenn man die Tätergruppe klar benennt: Flüchtlinge und Asylbewerber, die größtenteils aus extrem patriarchalisch geprägten Gesellschaften zu uns kommen. Zum anderen führt eine Unterdrückung der Debatte ja nicht dazu, dass Informationen nicht zum Vorschein kommen: Sie verbreiten sich nur anders, in Form von Gerüchten zum Beispiel.

 […] Dass Männergruppen sich verabreden, um gemeinsam Frauen zu belästigen, kannte man hierzulande noch nicht, bevor die Ereignisse in Köln die Aufmerksamkeit darauf lenkten. Das Phänomen erlangte vor einigen Jahren in Kairo auf dem Tahrir-Platz traurige Berühmtheit, als dort massenhaft Frauen sexuell belästigt wurden.Es trat zuvor in all den Ländern auf, wo es sehr patriarchalische Strukturen gibt, mit einer strikten Einteilung in „ehrbare“ und „unehrbare“ Frauen. Die „Ehrbarkeit“ wird in solchen Gesellschaften zum Beispiel daran festgemacht, dass die Frauen sich verhüllen, sich zum Beispiel mit einem Kopftuch bedecken und sich ohne männliche Begleitung nicht in der Öffentlichkeit aufhalten.

[…] (G)leichzeitig ist es so, dass diese Männer aus einer Kultur stammen, in der Frauen weniger wert sind und in denen sexuelle Übergriffe als „Schuld“ der Frau angesehen werden. Sie sich ja hätte bedecken können, um die Begierde des Mannes nicht zu wecken, lautet eine Argumentation.

[…] Wenn beispielsweise jugendliche Asylbewerber nur bei der Polizei vorgeladen und dann wieder auf freien Fuß gesetzt werden, nehmen sie das nicht ernst. Das konnte man auch in Bremen beobachten: Einige der mutmaßlichen Täter waren schon vorher auffällig geworden, und trotzdem geschieht erst einmal nichts.

 […] Wiederholte Verstöße müssen auch eine Auswirkung auf das Asylverfahren haben. Wenn solchen Tätern das Asyl verweigert würde, wäre das ein klares Signal dafür, dass sexuelle Belästigung nicht geduldet wird.

 focus

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