Schlechte Aussichten für Sparer: EZB in der Bredouille

 

Nullzins-Politik und Anleihen-Käufe in Billionen-Höhe: Die Eurpäische Zentralbank (EZB) kämpft mit allen Mitteln gegen die Mini-Inflation. Bei der heutigen Zinssitzung in Frankfurt richten sich alle Augen auf  EZB-Chef Mario Draghi. Wird er noch mehr billiges Geld in die Märkte pumpen? Worauf müssen sich Sparer gefasst machen?

Die EZB hat ihre Geldpolitik extrem gelockert. Den Leitzins senkte sie stetig – zuletzt im März auf das Rekordtief von null Prozent. Zudem verlangt sie inzwischen 0,4 Prozent Strafzinsen von Banken, wenn diese Geld bei der Notenbank parken. Das soll die Institute zwingen, mehr Kredite an Firmen und Verbraucher zu vergeben.

[…] Da die EZB die Nachfrage mit ihren Käufen anheizt, sinken die Renditen. Daher haben bereits rund 60 Prozent der Bundesanleihen eine Rendite von weniger als minus 0,4 Prozent. Inzwischen hat die EZB knapp eine Billion Euro in Anleihen gesteckt.

[…] Die Niedrigzinsen haben zwar Kredite für Verbraucher wie Immobiliendarlehen historisch günstig gemacht. Doch zugleich bekommen Sparer kaum noch Zinsen für Bankeinlagen. Bei einzelnen Geldhäusern zahlen besonders vermögende Privatkunden sogar drauf, wenn sie Geld aufs Konto legen. Viele Banken erhöhen zudem ihre Gebühren – zum Beispiel für Überweisungen, Bankkarten oder Kontoführung. „Ich erwarte, dass es in einigen Jahren praktisch nirgendwo mehr kostenlose Girokonten geben wird“, sagte kürzlich Sparkassenpräsident Georg Fahrenschon. Versicherer und Pensionsfonds können Gelder kaum noch rentierlich anlegen. Das sorgt für Druck auf Lebensversicherungen und Betriebsrenten. […]
 t-online

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