Pegida und Polizei

[…] Alle sind wieder aufmarschiert, um zu schwadronieren, zu loben und zu heucheln. Die Einheit, die Flüchtlingspolitik, sämtliche Missstände der Republik werden zu einem Brei verrührt und so viel Zucker beigemengt, dass einem normalerweise schlecht werden müsste.

Was bezwecken unsere Spitzenpolitiker damit? Sie wollen dem Volk diesen Brei bei jeder Gelegenheit schmackhaft machen. Die Kellner aus der Kommunalpolitik und den unteren Ebenen dürfen beim Servieren helfen. Und dann? Ja, und dann platzen die Pöbler wieder herein und vermasseln das ganze Fest und weisen am Ende noch auf das Wortgepanschte in bekannter Manier hin.

Was wünscht sich das normale, nicht radikale Volk, das auch durchaus Verständnis für das Elend der Flüchtlinge aufbringt? Die Leute wünschen sich von dieser Kanzlerin einmal ehrliche Worte und einen notwendigen Kurswechsel. Sie wünschen sich, dass diese Kanzlerin und der salbungsvolle Bundespräsident endlich einmal zur Realität stehen.

Nein, was machen sie stattdessen? Ständig die AfD und ihre Wähler verteufeln, alles, was auf die Straße geht mit der Pegidabewegung zusammen unter pack- und nazihaften Generalverdacht stellen. Alle die, die vielleicht aus Verzweiflung über diese chaotische und nur noch phrasendreschende Politik und deren Einheitsvolksvertreter mit dieser Bewegung sympathisieren, ja, die werden gleich mit nach rechts und in Richtung Pack abgedrängt. Mit zu den Verdächtigen gehört immer mehr die Polizei, die scheinbar rechtslastig ist oder immer mehr wird.

[…] Wenn man heute das Innenleben der Polizei, ganz besonders das der Basis und Frontkämpfer kennt, weiß man, warum etliche unter ihnen heimlich AfD wählen und heimlich mit der  Pegidabewegung sympathisieren.

[…] Ich habe noch sehr gute Kontakte zu meinen früheren Kolleginnen und Kollegen. Wenn ich mich mit ihnen unterhalte, läuft ihnen der Frust fast schon an den Ohren heraus. Dort bekomme ich genau das zu hören, was der freundliche Beamte auf sich bezogen ungeschickt zum Ausdruck gebracht hat. Die Signale waren eigentlich deutlich. Doch man kann sicher davon ausgehen, dass die Politikspitze sie nicht erkennt, nicht erkennen will und nicht die notwendigen Konsequenzen daraus zieht.

Wo haben wir unsere Kanzlerin schon überall gesehen? In Flüchtlingsheimen und an Stätten der Menschlichkeit, wenn sie sich dabei auch hin und wieder tollpatschig verhält und dabei Migrationsmädchen verstört. Bei der Polizeibasis? War sie dort schon?

[…] Wie wir wissen oder ahnen, will die Politik natürlich hohe Beamte, die ihnen gefügig und linientreu sind. Wenn dann einmal etwas schief geht oder nicht politisch korrekt abläuft: absägen. Siehe linientreuer Polizeipräsident der Kölner Silvesternacht. Wenn auch viele denken, hier hat es den Richtigen getroffen. Leider nur symbolisch den einen. Der oberste Dienstherr gehört ja immer noch zum politischen Schwadronierclub des einwohnerstärksten Bundeslandes. Und ein paar nicht ganz so hohe wirken ja weiter.

[…] Das haben wir vom Schönreden der Politiker, wo mit gezinkten Karten gespielt wird, wo verdeckt, getrickst – gewollt oder ungewollt – und vorgegaukelt wird, alles sei dauerhaft den Umständen entsprechend im grünen Bereich; notfalls wird noch mit irgend einer durch die Leitmedien sofort nachgeplapperten ungeprüften Statistik nachgeholfen.
Norbert Zerr, Hauptkommissar a.D., war 22 Jahre bei der Polizei, engagierte sich in der CDU, war Bürgermeister und gab 2000 zusammen mit Professor Adolf Gallwitz das Buch Horrorkids? heraus.
Tichys Einblick

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