Polizei in Berlin: „Der Rekord sind sieben Wochen – ohne einen freien Tag“

Schlechte Bezahlung und Ausstattung: Ein offener Brief zeigt dramatische Zustände bei der Berliner Polizei. Inzwischen sei sie „quasi alleinerziehend“, schreibt die Ehefrau eines Polizisten.

[…] „Mein Mann arbeitet durch das aktuelle Arbeitszeitenmodell und die Unterbesetzung pausenlos durch. Unser fragwürdiger Rekord liegt bei sieben Wochen am Stück, ohne auch nur einen freien Tag! Zudem sind es durchweg zehn und zwölf Stunden Schichten, Überstunden nicht mitgerechnet. Ist ein freier Tag möglich, passiert es immer häufiger, dass doch ein Dienst übernommen werden muss.“ Inzwischen sei sie „quasi alleinerziehend“.

Hinzu komme, dass ihr Mann brutto weniger verdiene als sie mit ihrer 75-Prozent-Stelle bei einem kleinen, gemeinnützigen Verein. Dennoch hätten sie eigenes Geld investieren müssen, um „durch Zukäufe oder Ersatz der dienstlich gelieferten Grundausstattung wirkliche Sicherheit zu gewährleisten“.

Der Personalmangel bei der Berliner Polizei ist bekannt – und er wird sich offenbar in den nächsten Jahren noch verschärfen. Laut der „Berliner Zeitung“ werden mehr Mitarbeiter die Behörde verlassen als neue hinzukommen – trotz steigendem Zuzug. Das Durchschnittsalter der Beamten läge bei knapp 50 Jahren. Im vergangen Jahr hätten 698 Mitarbeiter die Polizei verlassen.

[…] Besonders prekär ist die Lage offenbar in den Bezirken Friedrichshain-Kreuzberg und Neukölln. In der zuständigen Direktion 5 ist die Einsatzbelastung laut dem Bericht am höchsten. […]
 WELT

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