Archiv für den Monat Dezember 2016

Die deutschen moralischen Herrenmenschen: Narzissmus trifft Schein-Moral

[…] Wir feiern uns derzeit als neue moralische Großmacht, weil wir – auf unabsehbar lange Zeit – pro Jahr über 30 Milliarden Euro für die Verwaltung, Versorgung und Unerbringung von knapp 1% aller Menschen auszugeben wollen, die weltweit auf der Flucht sind; dabei versorgten wir mit einem Teil dieser über 30 Milliarden Euro auch sehr viele junge Männer, die weder vor Krieg noch vor politischer Verfolgung geflohen sind.

[…] Mit weniger als der Hälfte des Geldes, das wir jedes Jahr hier in Deutschland für Flüchtlinge verballern, könnten wir vor Ort zehn mal mehr Flüchtlingen helfen! Die andere Hälfte könnten wir dafür verwenden, um unser Bildungssystem und unsere Infrastrukturen so aufzustellen, dass wir auch noch in 20 Jahren in der Lage sind, hilfsbedürftigen Menschen weltweit zu helfen.

[…] Statt dessen senden wir ein eindeutiges Signal in die Welt: Wer unsere Hilfe möchte, der soll gefälligst seinen Arsch hierher nach Deutschland bewegen!

Dabei ist völlig klar, dass es NICHT die Hilfsbedürftigsten dieser Welt sind, die diesem Ruf folgen und zu uns kommen. Denn die Hilfsbedürftigsten dieser Welt zeichnen sich unter anderem ja gerade dadurch aus, dass sie finanziell und/oder körperlich nicht dazu in der Lage sind, mehrere tausend Kilomente zurück zu legen, dafür tausende von Dollar auszugeben, um sich anschließen von uns helfen zu lassen. Statt dessen kommen schlicht diejenigen, die dazu in der Lage sind: Also diejenigen, die sowohl fit genug für den langen beschwerlichen Weg sind, wie auch genügend Geld dafür haben.
[…] Würden westliche Industriestaaten keine Flüchtlinge aufnehmen, sondern statt dessen mit einem Drittel des dadurch eingesparten Geldes die Anrainerstaaten in Krisenregionen sinnvoll unterstützen, ließe sich dadurch nicht nur die Lebenssituation von sehr viel mehr Flüchtlingen dramatisch verbessern – auch für diese Anrainerstaaten wären Flüchtlinge auf diese Weise nicht mehr Belastung, sondern eine Chance: Denn von den Industriestaaten finanzierte Flüchtlingshilfe vor Ort würde Arbeitsplätze und eine gut bezahlte Nachfrage nach einheimischen Waren und Dienstleistungen schaffen.
[…] Derzeit geben wir hier in Deutschland über 8000 Euro pro Monat für die Rundumversorgung eines jeden unbegleiteten minderjährigen Flüchtings aus, von denen wir derzeit zig-tausende versorgen. Nicht wenige davon sind übrigens schon lange keine Minderjährigen mehr. Alleine mit dem Geld, das wir in diesem Jahr für die 42.000 unbegleiteten minderjährige Flüchtlinge ausgegeben haben, die im letzten Jahr zu uns gekommenen sind, könnten wir also theoretisch nicht nur für eine ausreichende Ernährung jener 3,1 Millionen kleinen Kinder sorgen, die in diesem Jahr an Unterernährung gestorben sind, wir hätten sogar noch deren medizinische Versorgung finanzieren können. […]
Ich wage zu behaupten: Was wir im Rahmen unserer deutschen „Willkommenskultur“ derzeit veranstalten ist die wohl absurdeste Fehlallokation von Hilfsressourcen in der Geschichte der Menschheit! […]

 

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