Familienbericht des Kreises Viersen 2016

[…] Die Aufgabe der Familienberichterstattung soll es sein, fortlaufend Informationen über Entwicklungenund Maßnahmen im Kreisgebiet zu geben, die unmittelbar die Familien und die familienbezogenen Institutionen betreffen.Im Mittelpunkt stehen die Einflussfaktoren, die auf die Familien des Kreises mit ihren persönlichen, familiären, wirtschaftlichen und sozialen Kontexten wirken. Damit liegt die enge Beziehung der Familienberichterstattung zur Sozialberichterstattung auf der Hand. Genau wie der Sozialbericht soll der vorliegende Bericht keine reine Sammlung von Statistiken sein, sondern vielmehr durch Analysen, Interpretationen und durch die direkte Einbindung der Familien des Kreises Viersen Maßnahmen aufzeigen und benennen, die zu einem vorausschauenden Handeln beitragen und zu einer Verbesserung der Lebenssituation der Familien und damit aller Einwohner des Kreises führen können. […]

Familienbericht.pdf

Hierzu ein Redebeitrag der sachkundigen Bürgerin Brigitte Wolf für die Fraktion „Freie Alternative“ in der Sitzung des Auschusses für Bildung und Familie am 24. 06.2016:

Sehr geehrte Damen und Herren,

meine Fraktion bedankt sich für die Erarbeitung des Familienberichtes für den Kreis Viersen.

Bei genauerer Betrachtung der gemachten Ausführungen stellen wir fest, dass für uns – wie auch in Teilen der Fachwelt – der moderne Familienbegriff noch differenzierter zu sehen ist. Denn:

Familie ist dort, wo langfristig gegenseitige soziale Verantwortung für andere wahrgenommen wir. Unser besonderes Augenmerkt liegt darauf, wo Verantwortung für Kinder und hilfsbedürftige Familienangehörige übernommen wird.

Der 1. Personenkreis wird im Familienbericht gut abgebildet, jedoch fehlen die Familien, in denen pflegebedürftige Angehörige leben. Der größte Pflegedienst in Deutschland ist die Familie. Die Tendenz hält an, bis zuletzt zu Hause bleiben zu dürfen.

Im Familienbericht wird zu Recht ausgeführt, dass die Zahl der alten und sehr alten Menschen im Kreisgebiet zunimmt. Wenn man mit betroffenen Familien spricht, stellt sich schnell heraus, dass die Hilfs-, Beratungs- und Unterstützungsangebote zumeist nicht hinreichend sind oder die Betroffenen nicht genügend von diesen Angeboten wissen. Auch die Leistungen aus der Pflegeversicherung können nur einen Teilbereich an Unterstützung abdecken.

Wir möchten daher anregen, bei einer Fortschreibung des Familienberichtes auch eine Befragung des von mir genannten Personenkreises mitaufzunehmen, und die Situation dieser Familien im Familienbericht des Kreises Viersen mit abzubilden.

Danke!

 

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