Kriminalität in Duisburg-Marxloh: Clans und das Gesetz der Straße

Kriminelle Großfamilien erzielten in Duisburg Marxloh mit Immobiliengeschäften Millionengewinne. Eine Polizeiakte gewährt einen Einblick ins Milieu.

[…] „Die polizeiliche Lage wird in Duisburg maßgeblich durch die sozialen Brennpunkte bestimmt, die eine verstärkte polizeiliche Präsenz und Intervention erfordern“, heißt es in der Akte. Verantwortlich dafür seien in den sogenannten Hotspots südosteuropäische Zuwanderer (vor allem aus Rumänien), kriminelle Rocker und einzelne Bevölkerungsgruppen (unter anderem die Schein-Libanesen), die auf öffentlichen Wegen und Plätzen Straftaten begingen. „Die Strukturen der organisierten Kriminalität sind sehr stark.

[…]

In Duisburg gibt es die ganze Palette“, so ein Ermittler. Es gebe Straßen, die selbst Einheimische meiden. Sie nähmen in den Abend- und Nachtstunden auch einzelne Straßenbahnlinien, die durch die Brennpunkte im Norden fahren, als Angsträume wahr. Polizisten, Mitarbeitern des Ordnungsamts und der Verkehrsgesellschaft sowie Rettungskräften und Feuerwehrleuten „schlagen eine hohe Aggressivität und Gewalt entgegen“, schreibt die Polizei. „Der Rechtsanspruch des Staates auf Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung wird in den Brennpunktvierteln als gefährdet angesehen.“

Für Gregor Golland, Innenexperte der CDU-Landtagsfraktion, ist das ein nicht hinnehmbarer Zustand und ein Zeichen für den Verfall der Rechtsstaatlichkeit. „Das sind No-Go-Areas für anständige Bürger. Es kann nicht sein, dass es so etwas in deutschen Städten gibt.“

[…] Viele Anwohner packen mit an, damit es aufwärts geht. Auch die Straßen- und Gewaltkriminalität konnte innerhalb des vergangenen Jahres eingedämmt werden. Dafür verantwortlich ist aber vor allem die Präsenz der Hundertschaft, über deren schrittweisen Abzug bereits intern diskutiert wird.

Positive Veränderungen seien trotz dieser Erfolge allein durch die Anzahl und Größe der Brennpunkte in absehbarer Zeit kaum zu erwarten, urteilen die Ermittler, was vor allem mit dem hohen Migrationsanteil zu tun habe – der Prognosen zufolge eher noch zunehmen als abnehmen werde. So hätten bereits 80 bis 95 Prozent der Kinder und Jugendlichen an den Schulen in den Problemvierteln einen Migrationshintergrund.

 rp-online

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