Trotz guter Wirtschaftslage: Nur wenige Flüchtlinge finden einen Job

Trotz brummender Wirtschaft sind Hunderttausende Flüchtlinge bislang ohne Job – obwohl sie als arbeitssuchend gemeldet sind. Auch ein Programm des Arbeitsministeriums läuft nur schleppend an

[…] 406.000 arbeitssuchende Flüchtlinge sind bei den Arbeitsagenturen und Jobcentern registriert, 160.000 davon als arbeitslos erfasst.

2015 und in den ersten elf Monaten 2016 beantragten laut Bundesinnenministerium knapp 1,2 Millionen Menschen hierzulande formell Asyl.

„Wenn wir es geschafft haben, nach fünf Jahren 50 Prozent in Lohn und Brot zu bekommen, ist das sicherlich ein Erfolg“, sagte der Direktor des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), Joachim Möller.

[…]Eine Illusion wäre es aus Sicht Möllers, „zu glauben, dass wir eine große Zahl der Geflüchteten in unseren gut bezahlten Industriearbeitsplätzen wie beispielsweise der Automobilindustrie haben werden“

[…] Im Ein-Euro-Job-Programm für Flüchtlinge gibt es rund vier Monate nach dem Start noch weit weniger solche Arbeitsgelegenheiten als insgesamt geplant. „Nach ersten Zahlen entstanden bisher rund 5000“, sagte Möller. Das von Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) initiierte Programm startete am 1. August und soll 100.000 öffentlich geförderte Jobs für Flüchtlinge schaffen.

[…] Eine Bilanz über die Auswirkungen auf die Wirtschaft könne erst nach fünf oder zehn Jahren gezogen werden. „Es wird vermutlich keine Überschussrechnung sein. Aber Vielfalt kann auch produktiv sein.“
 t-online

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Ein Gedanke zu „Trotz guter Wirtschaftslage: Nur wenige Flüchtlinge finden einen Job

  1. webmaster Autor

    Der letzte Satz mutet fast schon satirisch an, es ist aber zu befürchten, daß er ernst gemeint ist. Man stellt fest, daß die meisten Flüchtlinge wohl nicht in Arbeit zu bringen sein werden und somit immer auf Sozialleistungen angewiesen bleiben. Ferner stellt man fest, daß es einen (hier als erfreulich verkauften) Stellenzuwachs für Deutsche (also die, die schon länger hier sind) geben wird – in der Sozialindustrie. Daß diese Jobs aber rein steuerfinanziert sind, und somit in erster Linie kosten, wird nicht erwähnt. Aber Vielfalt ist schön. Daran erinnern wir uns hoffentlich, wenn es unser Staat genauso pleite ist wie Griechenland. Aber sicher halten uns dann die anderen EU-Länder mit Geldzuweisung auch so über Wasser.

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