Das Milliardenspiel der minderjährigen unbegleiteten Flüchtlinge

Es gibt unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, die alles verloren haben. Aber viele andere werden von den Eltern vorgeschickt. Das ergibt enorme Probleme, vor allem, wenn das Recht auf Familiennachzug greift.

[…] Im letzten Jahr ist die Anzahl unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge (UMF) ungemein angestiegen. Das Bundesamt für Migration nennt folgende Zahlen: 2014 waren es 4300; im Jahre 2015 waren es 14.436; in Jahre 2016 (bis 31. Oktober) wurden 50.373 gezählt. Das ist eine Verzehnfachung in zwei Jahren.

Wenn wir das auf weitere zwei Jahre hochrechnen, hätten wir 2018 eine halbe Million zu erwarten. Diese Hochrechnung ist sehr fragwürdig, aber auch eine Verdopplung im nächsten Jahr wäre schwer zu verkraften.

[…] Minderjährige Flüchtlinge werden nicht abgeschoben, auch dann nicht, wenn sie die Bedingungen des Flüchtlingsstatus, nämlich individuelle Verfolgung, gar nicht erfüllen.

Wenn sie sie erfüllen, können die Familienangehörigen ersten Grades (Eltern und Geschwister) beantragen, auf dem Wege des Familiennachzugs legal nach Deutschland einreisen, auch wenn sie weder jene Bedingungen für Flüchtlinge erfüllen noch die für Einwanderer, nämlich für ihren Lebensunterhalt selbst aufzukommen.

[…] Nehmen wir an, dass die betreffenden Familien der UMF vier Kinder haben, was für Syrien und Afghanistan keine irrealen Annahmen sind, dann werden in den nächsten zwei Jahren allein die diesjährigen 50.000 UMF weitere 250.000 Zuzugsberechtigte generieren, ganz unabhängig von denen, die ohnehin kommen. Und diese Viertelmillion Menschen wird einen Anspruch auf Zuzug haben, auch wenn sie gar nicht verfolgt oder bedroht sind.

[…] Ein UMF kostet pro Monat etwa 5000 Euro, denn er muss ja rundum betreut werden, eben weil er unmündig und charakterlich noch ungefestigt ist. Das macht im Jahr 60.000 Euro. Für die 50.000 UMF des letzten Jahres werden wir also schlicht drei Milliarden aufbringen müssen.

[…] Dazu kommt die Tastsache, dass eine unbekannte Zahl von UMF sich der Betreuung durch die Jugendämter entzogen hat. Sie gehören zu den öfters als Rätsel erwähnten jugendlichen Migranten, die nach der (oberflächlichen) Ersterfassung nun unauffindbar sind. Manche mögen bei Verwandten untergekommen sein.

Aus Hamburg wurde 2014 berichtet, dass es dort bereits Banden von UMF gebe und deren Anteil an den jugendlichen Intensivtätern überproportional hoch sei (15 Prozent).

[…] Die ständig wiederholte Beschwichtigung, bei jugendlichen Migranten sei die Kriminalitätsrate nicht höher als bei Jugendlichen Alteingesessener, glaube ich gern. Da werden ja polnische, tschechische, portugiesische, vietnamesische Jugendliche mit eingerechnet, die tatsächlich in der Kriminalitätsstatistik nicht auffallen.

Hier interessiert aber die Frage, ob auch bei den UMF aus arabischen Ländern und aus Afghanistan keine auffälligen Befunde zu melden sind.

[…] Übrigens sind die UMF zu über 90 Prozent männlich, warum wohl? Verlieren weibliche Minderjährige seltener ihre Eltern oder den Kontakt zu ihnen? Das wäre schon wieder ein seltsames Wunder. [….]

 WELT

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