„Lücke im System“: Polizist warnt vor vielfachem Sozialbetrug durch Asylbewerber

Derzeit verfolge eine Sonderkommission in Braunschweig mehr als 300 Fälle in Niedersachsen, in denen sich Asylbewerber offenbar mehrfach registrieren ließen, um sich Sozialleistungen zu erschleichen. „Wir stellen immer mehr dieser Mehrfachidentitäten fest“, sagte Küch in einem Interview mit der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“. Die Polizisten gehen davon aus, dass es in anderen Städten ähnlich aussieht.

„Die Täter sind bundesweit aktiv gewesen. Man kann fast sagen, dass das organisiert war. Die haben spitzgekriegt: Da ist die Lücke im System, und diese Lücke haben sie schamlos ausgenutzt“, sagte Küch.

[…] Nicht nur in Braunschweig wurden bei der Registrierung lediglich Porträtfotos aufgenommen, nicht jedoch Fingerabdrücke genommen. So war es möglich, dass sich Täter mehrfach registrieren ließen, sich dazu fiktive Vor- und Zunamen ausdachten, andere Geburtstage angaben, ihr Äußeres veränderten und so Scheinidentitäten schafften. Dann wurden diese Personen unterschiedlichen Gemeinden zugeteilt, und die Täter kassierten mehrfach Sozialleistungen.

Küch machte die Bundesbehörden dafür verantwortlich, dass es zu dieser Art des Sozialmissbrauchs kommen konnte. „Alle haben das kommen sehen“, sagte er. Aber statt die Flüchtlinge – wie von der Polizei gefordert – per Fingerabdruckscanner zu identifizieren, habe man das Problem beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge offenbar verdrängt.

[…] „Pro Person mit zwei bis drei Identitäten kann man von 10.000 Euro ausgehen. Das kann man dann mal 1000 hochrechnen. Dann kommt da ordentlich was zusammen.“ […]
WELT

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