Silvester 2016: Die niederschmetternde Erkenntnis

[ …]2016 musste in Köln unter Schirmherrschaft der Polizei stattfinden. Aber ein quälend langes Jahr der Debatten und Vorwürfe hatte auf diejenigen, die sich zu Gewalttaten verabreden, kaum Einfluss.

[…] Nun lässt sich nach den stimmungstötenden Platzverweisen der Polizei nicht ausschließen, dass die Silvesterlust all dieser Männer nicht doch auf eine feuchtfröhliche Polonaise und ein multikulturelles Straßenfest rund um den Kölner Dom hinausgelaufen wäre.

 Wahrscheinlicher ist indes die niederschmetternde Erkenntnis, dass die massenhafte Gewalt von 2015 zumindest bei den Verursachern ganz gut weggesteckt worden ist. Warum auch nicht? Weil kaum ein Täter juristische Konsequenzen erleben musste, gab es für sie auch keinen Grund, die Fete 2016 abzusagen.
Beinahe komisch klingen die Erklärungen von Polizei und Kölner Behörden, dass man sich immer noch nicht sicher sei, was um die 1500 angetrunkene und aggressive Nordafrikaner wohl in Köln wollten. Ja, was wohl?
[…] Wie allzeit in Deutschland wurde die Kontrolle der Diskurshoheit bald wichtiger als die Kontrolle über die öffentliche Sicherheit. Dass Deutschland sich durch die Zuwanderung „drastisch verändern“ werde – diese sprichwörtlich gewordene Aussage einer grünen Spitzenpolitikerin ließ sich Silvester 2016 mit sehr viel Polizei und auffallend wenigen Frauen auf den Straßen bereits bestätigen.
[…] In anderen europäischen Städten ging es obendrein sehr viel weniger glimpflich ab als in der Festung Köln. In Innsbruck und Augsburg, in Den Haag und Malmö, in Hamburg und Zürich wurden Frauen in großer Zahl sexuell attackiert, wurden andere Bürger mit Feuerwerk beschossen, Autos angezündet, die Polizei angegriffen – stets von derselben „Klientel“, wie es im vagen Neusprech heißt.

In Dortmund versuchten sich rund 1000 missgelaunte Feiergäste in einer Neuauflage des Kölner Chaos von 2015. Sie lieferten sich Kämpfe mit der Polizei, Feuerwerkskörper setzten das Gerüst der Reinoldikirche in Brand, Feuerwehr und Rettungskräfte wurden behindert und der IS-Schlachtruf „Allahu akbar!“ skandiert.

Lokale Medien deuteten all das als Festfreude über den Waffenstillstand im syrischen Bürgerkrieg.

[…] Inzwischen glaubt sogar der deutsche Innenminister, dass es in Zukunft mit Verharmlosungen bürgerkriegsähnlicher Zustände nicht getan ist.

[…] Denn nun dringen aus dem islamischen Kulturkreis nicht nur Massenmörder, sondern auch beunruhigende Gebräuche wie das „Taharrusch dschama’i“ – das gemeinschaftliche Entwürdigen von Frauen – mitten nach Europa vor.

Wir wissen jetzt: Die Sache hat System. Der Islamkenner und Adorno-Schüler Samuel Schirmbeck schildert in seinem Buch „Der islamische Kreuzzug und der ratlose Westen“, wie vor Jahren in Nordafrika der säkuläre Alltag schleichend von Fundamentalismus und Gewalt unterwandert wurde – und dass diese Brutalisierung des Alltags jetzt auch einem „ratlosen Westen“ droht. […]
WELT

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