SEK-Einsatz in Neuehrenfeld: Seit 22 Jahren kriminell, jetzt erst abgeschoben

Ein Spezialeinsatzkommando hat am Mittwochmorgen im Kölner Stadtteil Neuehrenfeld eine Wohnung gestürmt und einen Mann festgenommen. Die Polizei erklärte auf Anfrage des „Kölner Stadt-Anzeiger“ es habe sich um einen „Gefährder“ gehandelt.

[…] Seit 1995 war Mustafa Ö. immer wieder straffällig geworden. 2005 stand er in Köln vor Gericht, weil er zwei Frauen wie Leibeigene behandelt hatte. Die Anklage schilderte zahlreiche Grausamkeiten. Ö. schlug und trat die Frauen bis zur Bewusstlosigkeit, sperrte sie ein und ging mit dem Messer auf sie los. Er schnitt den Frauen die Haare ab, rasierte ihnen Kopf, Schamhaar und Augenbrauen und rupfte ihnen die Wimpern aus. In einem Fall versuchte er, einem Opfer einen Finger abzuschneiden. Für die Tat wurde Ö. zu drei Jahren Haft verurteilt, die er nicht komplett absaß.
2007 griff Ö. in Ehrenfeld Polizisten mit einem Messer an. Nach mehrmaliger Aufforderung, das Messer niederzulegen, setzten die Beamten ihre Schusswaffen ein. Mit einem Schuss in den Oberschenkel wurde Ö. unschädlich gemacht. Wegen versuchten Totschlags wurde er im Folgejahr zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt.
[…] Stadtsprecherin Inge Schürmann sagte, man habe seit 2006 Abschiebeverfahren gegen Ö. durchgeführt. „Er hat immer wieder Rechtsmittel dagegen eingelegt“, so Schürmann.
[…] CDU-Innenexperte Gregor Golland sagte, es sei unfassbar, wie sich NRW von Kriminellen auf der Nase herumtanzen lasse. Den aktuellen Fall nannte er ein schlimmes Beispiel des Versagens bei der Durchsetzung von Abschiebungen.
Kölner Stadt-Anzeiger
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