Schluss mit der Hitlerei!

Keine politische Diskussion, egal ob öffentlich oder privat, die nicht irgendwann in dem verminten Totschlagareal des Dritten Reiches endet, keine Meinungsäußerungen, ohne dass der böhmische Blutsäufer aus den Kulissen raunt.

[…] Auf der rechten Seite scheinen Teile zu glauben, den Problemen der Jetztzeit mit Revisionismus Herr werden zu können. Als ob die schamlose Koketterie mit dem Holocaust oder die Behauptung, beim Überfall auf die Sowjetunion hätte es sich „in Wahrheit“ um einen Präventivschlag gehandelt, irgendetwas an der momentanen Schieflage des Landes ändern würden. Aber, wird man jetzt erwidern, es geht doch um den „Schuldkult“ und darum, sich davon „endlich“ zu befreien. Dann wird alles wieder gut, zumindest besser. Ein Blick auf Schweden, immerhin ein Land ohne größere NS-Kontamination, zeigt zwar, dass eine Migrationspolitik keinen Hitlerkult braucht, um hirnrissig zu sein. Allerdings spielen beim großen Reinwaschen derlei Petitessen keine Rolle, da steht Höheres auf dem Spiel, die nationale Wiedergeburt, der aufrechte Gang oder so etwas in der Art, nicht selten garniert mit unappetitlich biologistischem Drall. Das alles zusammengenommen ergibt dann jene schaurige Demagogie aus ver- und untergegangenen Zeiten, hohl, dumpf, nach Erbseneintopf riechend, die einem jede Auseinandersetzung mit derlei Positionen erst recht verleidet. Soll das wirklich die Antwort sein auf die vielfältigen Probleme, mit denen Politik, Staat und Gesellschaft Zeitalter der Globalisierung konfrontiert sind und werden? Also, bitte!

Das Problem ist, dass diese Fraktion innerhalb derer, die sich politisch rechts der Mitte einordnen, fürchterlich laut ist. Ihre Mitglieder übertönen mit ihren Einlassungen regelmäßig jene, die mit Reinwaschungen oder Wiederauferstehungen aller Art nichts am Hut haben, und stattdessen aus dem Hier und Jetzt, basierend auf den soliden Fundamenten von Recht, Ordnung und Sicherheit argumentieren. Diese sehen sich wegen dümmlicher Hitlereien plötzlich in Auseinandersetzungen verstrickt und zu Bekenntnissen gezwungen, die unnötig wie ein Kropf den libertären, konservativen, christsozialen und anderen demokratischen Widerstand gegen die gefährlichen Verirrungen des Gewölks jedes Mal aufs Neue lähmen. Sind die Apologeten der nationalen Besinnung wirklich so verblendet, dass sie nicht sehen, was sie mit ihren Einlassungen anrichten? Dass nicht erkennen, dass sie das Geschäft derer erledigen, die sie zu attackieren vorgeben?

[…] Weniger ekelhaft, dafür aber umso gefährlicher für Frieden, Freiheit und Sicherheit in Deutschland ist der Umstand, dass die linke Hitlerei inzwischen zumindest ansatzweise totalitäre Züge angenommen hat. Was vor zehn, und erst recht vor zwanzig Jahren noch völlig unvorstellbar war, wie beispielsweise der Aufbau einer outgesourcten staatlichen Zensurstelle zur Abwehr bestimmter Meinungen, ist mittlerweile bedrohliche Realität geworden. Wobei sich die Maßnahmen vor allem gegen rechte „Hater“ richten, zu denen zunehmend all jene zählen, die mit der Politik der linken Hitleristen nicht einverstanden sind. Islamistische, antisemitische oder linke Hasspostings, Gewalt- und Mordaufrufe sind davon nicht betroffen, sie sind vielmehr Ausdruck gelebter Meinungsfreiheit und Zivilcourage.

[…] In einer Zeit, in der es mehr denn je gefragt wäre, sich auf die Möglichkeiten sowie Verwerfungen und Krisen des frühen einundzwanzigsten Jahrhunderts zu konzentrieren und ein neues, den veränderten Gegebenheiten angepasstes Denken zu entwickeln, in einer solchen Zeit, hält der „Führer“, mehr als siebzig Jahre nach seinem Tod, das Land nach wie vor eisern im Griff. – Man kann gar nicht so viel fressen, wie man angesichts dessen kotzen möchte!
Arbeitgeberverband

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