Schweden: Mehr Gewalt, weniger Polizei

Schwedens Sicherheit in Gefahr: Hunderte schwedischer Polizisten haben im vergangenen Jahr den Dienst quittiert. Aus Ärger über schlechte Bezahlung und immer drückendere Arbeitsbedingungen. Zur gleichen Zeit wächst in Migranten-Vorstädten die Gewalt. Die Polizeiführung hat angeordnet, darüber zu schweigen.

[…] Der in Schweden schon seit Jahren anhaltende Migrantenstrom – 2012: fast 90.000; 2015: 160.000 –, die neuen Grenzkontrollen, Terrorgefahr und wachsendes Unruhepotential in Migranten-Vororten macht der schrumpfenden Polizei immer mehr Arbeit. Schwedens Polizei ist chronisch überfordert: „Wir sind unterbezahlt und unterbesetzt, müssen viel arbeiten und das unter immer höherem Druck“, so ein Beamter und Angehöriger der Polizeigewerkschaft.

[…] Jahrzehntelange Politik fast ungezügelter Einwanderung beschert dem Land von nur knapp zehn Millionen Einwohnern heute wachsende wirtschaftliche und soziale Probleme – auch Sicherheitsprobleme. 1990 waren etwa drei Prozent der Bevölkerung nicht-europäische Einwanderer. Heute ist diese Zahl auf 13 bis 14 Prozent gestiegen. Tatsächlich sind jetzt sogar etwa 22 Prozent der Bevölkerung ausländisch geboren – mehr als im Einwanderungsland USA. In den nächsten 30 Jahren könnten es bis zu 40 Prozent sein, so der schwedische Ökonom Tino Sanandaji, selber ein Kind iranisch-kurdischer Zuwanderer.

[…] Gewaltpotential und Kriminalitätsraten wachsen. Seit Beginn der Flüchtlingskrise sähe sich das Land mit einem „massiven Anstieg der Kriminalität konfrontiert, schrieb im vergangenen Herbst die Wiener Kronen-Zeitung unter Berufung auf einen Bericht von Schwedens oberster Polizeibehörde. „Besonders Drogenhandel, Sexualdelikte, Diebstähle, Vandalismus und Bandenkriminalität hätten zugenommen“, so das Blatt. 26 Prozent aller Insassen schwedischer Gefängnisse seien Ausländer, schrieb schon vor vier Jahren die Londoner Wochenzeitung The Economist. Unter jenen Häftlingen, die wegen besonders schwerer Vergehen mehr als fünf Jahre absitzen müssen, betrug schon damals die Ausländerrate 50 Prozent.

[…] In vielen Vorstädten bestimmten kriminelle Banden die Spielregeln, berichtet etwa der ORF und zitiert den Polizeisprecher und Kommissar Lars Alvarsjö: „In diesen Gegenden ist es Alltag, dass Polizisten mit Steinen oder Molotowcocktails beworfen und bedroht werden oder auf andere Formen von Gewalt treffen.“ Kaum zu glauben: Von maskierten Bandenmitgliedern werden immer wieder Polizei-Autos gestohlen, so die Kronen-Zeitung.

[…] Ob der immer übleren Zustände ist im mittelschwedischen Orebrö (115.000 Einwohner) kürzlich dem altem Polizisten Peter Springare auf seiner facebook-Seite der Kragen geplatzt, berichtete dieser Tage Daily Express. Springare war immerhin ehemaliger stellvertretender Chef einer Polizeiabteilung für Schwerverbrechen und hat 47 Dienstjahre hinter sich. Er hat nun aufgelistet, womit er es in nur einer Woche so zu tun hat: mehrere schwere Vergewaltigungen, Überfälle, Erpressung, Mordversuche, Missbrauch und Gewalt gegen die Polizei. Dann nannte der Polizist die Herkunftsländer der Täter: „Irak, Irak, Türkei, Syrien, Afghanistan, Somalia, Somalia, noch einmal Syrien, Somalia, unbekannt, unbekannt, Schweden.“ Polizist Springare weiter: „Bei der Hälfte der Verdächtigen können wir nicht sicher sein, weil sie keine gültigen Papiere haben. Was normalerweise bedeutet, dass sie uns über ihre Nationalität und Identität anlügen.“ So sei das seit zehn bis 15 Jahren. Springare: „Und wir reden hier nur über Orebrö.“ Natürlich wurde dem alten Polizisten sofort vorgeworfen, ein übler Rassist zu sein.

[…] Schwedens Polizei hat keine Wahl. Sie braucht jeden Bewerber, auch solche mit, wie es in Strockholm offiziell heißt, „weniger theoretischem Potential und einer geringeren Fähigkeit zur Problemlösung“ (Deutschlandfunk). Schwedische Verhältnisse 2017.
Bayernkurier

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