Ende der Pleite-Saga: Was Island über Griechenland erzählt

Auf den Finanzseiten der Zeitungen liest man heute eine kleine Meldung, hinter der eine große Geschichte steht: „Island hebt Kapitalkontrollen auf„.  Fast zehn Jahre nach der Finanzkrise, darf die isländische Krone wieder frei gehandelt werden. Und das erzählt eben nicht nur etwas über Island, sondern auch über Griechenland und die EU. Während die Isländer es geschafft haben, sich am eigenen Schopf aus dem Sumpf zu ziehen, stecken die Griechen immer tiefer drin. Und das ist nicht nur ihre eigene Schuld. Man kann angesichts des Beispiels Island von zehn verlorenen Jahren für Griechenland sprechen.

Aber eins nach dem anderen. „Der Grund dürfte vor allem im äußerst positiven Wirtschaftswachstum liegen“, schreibt die FAZ heute zur Abschaffung der Kapitalverkehrskontrollen, die Maßnahme trete am Dienstag in Kraft, erklärte die Regierung am Sonntag in Reykjavik. Die Isländische Währung ist wieder auf einem Stand wie 2008, Investitionen und ein boomender Tourismus machten es möglich. Aber auch die Entschlossenheit und der Glaube an die Zukunft, der diese kleine Nation auszeichnet. Wäre es nach dem Willen der Europäischen Union  gegangen, wäre die Geschichte wohl ganz anders verlaufen.

[…] „Bis 2046 hätten die Isländer demnach ihre zweifelhaften Schulden in Europa abstottern sollen. Es war wie Kriegsreparationen nur  ohne vorangegangenen Krieg – und für die gewöhnlich sehr friedfertigen Isländer war es mehr, als sie klaglos zu akzeptieren bereit waren. So entschlossen sich die Isländer am Ende, dass die Zumutungen ihrer europäischen Freunde schlichtweg unzumutbar waren. Und so sagten die Isländer ‚Nei takk!‘ zum Entschädigungsabkommen, aber damit eben wohl auch ‚Nein Danke‘ zur Mitgliedschaft in der Europäischen Union.“ […]
Achse des Guten

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