Archiv der Kategorie: Genderismus

Erster Berliner Bezirk zensiert die Werbung

Sektwerbung mit nacktem Frauenrücken – nach Kreuzberger Werbekriterien sexistisch (Foto: Promo)

Eine Sektflasche vor entblößtem Damenrücken. Frauen, die lächelnd den Balkon bepflanzen. In Friedrichshain-Kreuzberg sind solche Plakate jetzt verboten.

Vor einem Jahr beschloss die rot-grüne Mehrheit im Bezirk: Jede Form sexistischer Werbung soll unterbunden werden. Mit den Kriterien dafür beschäftigte sich seitdem die „Arbeitsgruppe gegen frauenfeindliche, sexistische und diskriminierende Werbung“ (zwölf Frauen, ein Mann). Nun legte die AG ihr Acht-Seiten-Papier vor.

Bei allen Werbeverträgen, die das Bezirksamt abschließt, muss nun auf die Einhaltung der neuen Bedingungen geachtet werden. Bei Zuwiderhandlungen „ist die jeweilige Werbung durch den Vertragspartner abzuhängen“, heißt es in einem Bericht, unterzeichnet von Bezirksbürgermeisterin Monika Herrmann (50, Grüne).

[…] „Wir sind nicht gegen Werbung, aber gegen die Stigmatisierung von Frauen als unterwürfige, schwache Menschen, die oft nur als Lustobjekte dargestellt werden“, sagt Maja Wegener (37) vom Frieda-Frauenzentrum.

Der Deutsche Werberat sieht das Vorgehen kritisch. „Der Bezirk kann Bürgern nicht vorschreiben, was sie als Werbung sehen dürfen“, sagt Sprecherin Julia Busse (43). Auch die Opposition ist sauer. CDU-Fraktions-Vize Timur Husein (34): „Typisch linker Tugendterror, mit dem der Bezirk einmal mehr lächerlich gemacht wird.“
B.Z. Berlin vom 17.04.2015.

Flüchtlinge: Empörungswettlauf um Asylpolitik

In Sachen Flüchtlingspolitik gibt es derzeit einen wahren Empörungswettlauf. Für eine realistische Einwanderungspolitik und die wahren Verursacher des Fluchtelends interessieren sich nur wenige.

[…] Wer den Tod im Mittelmeer wirklich verhindern wollte, müsste einen europäischen Shuttle-Service zwischen Nordafrika und Südeuropa einrichten. Anschließend würden alle, die kommen wollen, nach einem bestimmten Schlüssel in den EU-Staaten verteilt. Das wäre das Konzept „offene Grenzen“. Wer das will, sollte es auch sagen.

Alternativ: Klare, berechenbare Einwanderungsquoten jenseits von Asylrecht und Genfer Flüchtlingskonvention. Das aber hieße: Verlässliche Grenzkontrollen an allen EU-Außengrenzen. Und: Abschiebungen all jener, die weder unters Asylrecht noch unter die Einwanderungsquote fallen. Sonst wäre das Konzept sinnlos.

Ein kompliziertes, konfliktanfälliges Verfahren. Aber es gibt keine einfache Lösung, schon gar nicht jene, die mit der sinnfreien Parole „Kein Mensch ist illegal“ plakatiert wird. Wer sich für eine konkrete Lösung entscheidet, macht sich immer auch schuldig. Er schließt diese ein und andere aus, muss Chancen eröffnen und Grenzen setzen, Hoffnungen wecken und enttäuschen. Auch den Tod wird er nicht abschaffen.

Doch um die komplizierte, meist weit entfernte Realität geht es gar nicht bei den rituellen Aufwallungen der Öffentlichkeit: Es geht um die eigene Befindlichkeit, um Schuldgefühle und den Versuch, sich ihrer möglichst umstandslos zu entledigen. Wer unschuldig ist, kann die anderen anklagen.

[…]

Es geht um Affekte statt um Argumente. Ein Reizwort reicht, und schon gerät die praktische Vernunft unter die Räder. Schande, Scham und der Aufschrei im Chor ersparen das Selberdenken. Nie war die Moral to go billiger zu haben.

Beinahe alle Lebensäußerungen werden einem ausgeklügelten Filtersystem unterworfen: Darf man das sagen? Darf man das machen? Ist das korrekt? Darf ein Schwarzer ein satirisch-polemisches „Handbuch für Negerfreunde“ schreiben, ohne als Rassist beschimpft zu werden? Sind körperlich Behinderte, die man eigentlich gar nicht mehr als solche zu bezeichnen wagt, existenziell benachteiligt, wenn sie nicht auf das Deck eines Segelschiffs dürfen wie alle anderen? Und was heißt eigentlich „Bleiberecht für alle!“? Muss also das Asylrecht abgeschafft werden?

Das zentrale Motiv dieser antiaufklärerischen Propaganda: Die Benennung von Unterschieden aller Art, ob zwischen Mann und Frau, klug und weniger klug, kompetent und inkompetent, mutig und feige, soll prinzipiell negativ besetzt und als „Diskriminierung“, als unerlaubte Unterscheidung moralisch verurteilt werden.

Es geht um Affekte statt um Argumente. Ein Reizwort reicht, und schon gerät die praktische Vernunft unter die Räder. Schande, Scham und der Aufschrei im Chor ersparen das Selberdenken. Nie war die Moral to go billiger zu haben.

Beinahe alle Lebensäußerungen werden einem ausgeklügelten Filtersystem unterworfen: Darf man das sagen? Darf man das machen? Ist das korrekt? Darf ein Schwarzer ein satirisch-polemisches „Handbuch für Negerfreunde“ schreiben, ohne als Rassist beschimpft zu werden? Sind körperlich Behinderte, die man eigentlich gar nicht mehr als solche zu bezeichnen wagt, existenziell benachteiligt, wenn sie nicht auf das Deck eines Segelschiffs dürfen wie alle anderen? Und was heißt eigentlich „Bleiberecht für alle!“? Muss also das Asylrecht abgeschafft werden?

Das zentrale Motiv dieser antiaufklärerischen Propaganda: Die Benennung von Unterschieden aller Art, ob zwischen Mann und Frau, klug und weniger klug, kompetent und inkompetent, mutig und feige, soll prinzipiell negativ besetzt und als „Diskriminierung“, als unerlaubte Unterscheidung moralisch verurteilt werden.

[…] Wer sich von ihnen nicht das selbstständige Denken verbieten lassen will, kriegt es mit Gesinnungspolizisten zu tun, die den Knüppel des fortschrittlichen Glaubenskatechismus als Waffe der Einschüchterung gebrauchen. Das Recht des Andersdenkenden gilt hier nicht mehr. Das Schlimmste aber: Die Gesellschaft insgesamt macht sich so blind gegenüber realen Problemen und verzerrt ihre Selbstwahrnehmung bis ins Groteske. […]
DIE WELT  vom 03.12.2014

Klagenfurt: An der Uni wird kurios „gegendert“

Gender-Leitfaden wurde an alle Uni-Mitarbeiter per E-Mail ausgeschickt. Autorin will mit „schlechten Angewohnheiten“ beim Schreiben aufräumen. Hochschülerschaft finanziert Druckkosten der Broschüre.

„Ein* schlau* Stud* liest ein Buch“. Klingt komisch? Laut einem Leitfaden der Uni Klagenfurt ist es nur eine von vielen Varianten, um geschlechtergerecht zu schreiben. Die Broschüre wurde vor Kurzem an alle Mitarbeiter der Universität per E-Mail verschickt. Außerdem kann sie bei der Österreichischen Hochschülerschaft (ÖH) kostenlos mitgenommen werden.

 

Neben bekannten Varianten wie dem Binnen-I gibt es auch Formen wie den dynamischen Unterstrich, den Gender_Gap oder die eingangs zitierte Stern-Form (siehe unten). Durch einige dieser Schreibweisen soll laut dem Leitfaden auch auf Menschen eingegangen werden, die „nicht eindeutig zu den Kategorien „Mann“ und „Frau“ zuordenbar sind, wie z.B. Intersexuelle und Transgender-Personen.“ Der Text wurde von der Psychologiestudentin Mareen Hauke für das Zentrum für Frauen- und Geschlechterstudien ausgearbeitet „Geschlechtergerechter Sprachgebrauch ist aus gutem Grund lästig. Festgefahrene Denkmuster sollen damit erschüttert werden“, sagt Hauke. Der Leitfaden soll Studenten dazu anleiten, wie sie das in ihren Arbeiten umsetzen können. Die Reaktionen seien gemischt ausgefallen: „Es gab natürlich auch Kritik.“

Hauke empfindet das Gendern aber als Zeichen der Fairness: „Nicht geschlechtergerechter Sprachgebrauch ist sexistisch. Bei vielen ist es aber keine böse Absicht, sondern passiert oft nebenbei.“ Mitgetragen werden die „Gender-Regeln“ von der ÖH Klagenfurt. „Wir haben die Druckkosten der Broschüre finanziert. Es ist wichtig, dass die Geschlechter in gleicher Weise dargestellt werden“, sagt ÖH-Vorsitzende Gabriele Kern. […]

Gender_GapDer sogenannte Gender_Gap wird als Unterstrich zwischen männlicher und weiblicher Form eingefügt. Er soll unter anderem verwendet werden, um Intersexuelle und Transgender in die Sprache miteinzubeziehen. Dieses „dritte Geschlecht“ wird mit dem Unterstrich repräsentiert. Beispiel: der_die Autor_in.

Stern-FormAn Wörter oder Wortstämme hängt der Schreiber einen Stern an. Das grammatische Geschlecht wird bei dieser Variante oft ausgespart. Leser mit festgefahrenen Gewohnheiten sollen auf diese Weise irritiert werden. Es bleibt ihnen überlassen, sich die Endungen dazuzudenken.
Beispiel: Ein* schlau* Stud* liest ein Buch.

Dynamischer UnterstrichBei dieser Variante des geschlechtergerechten Schreibens kann in Wörtern an beliebiger Stelle ein Unterstrich gesetzt werden. Indem der Unterstrich wandert, soll deutlich gemacht werden, dass es keinen festen Ort gibt, an dem „ein Bruch in Zweigenderung“ stattfindet.
Beispiel: ei_ne inter_essierte Le_serin.

Kleine Zeitung vom 12.11.2014

SPD und Grüne wollen 50 Prozent Ampelfrauen

Eine Quote an der Fußgängerampel: Die Fraktionen von SPD und Grünen in der Bezirksvertretung Innenstadt-West wollen die Hälfte der Ampeln in diesem Teil der Innenstadt mit Ampelfrauen statt Ampelmännchen ausstatten. Jetzt soll die Verwaltung die Frage der Gleichberechtigung prüfen.

Rot-Grün in der Bezirksvertretung begründet die gewünschte Quote mit der Gleichberechtigung: „Durch die Gleichstellung von Frau und Mann ist eine teilweise Umrüstung von regulären Ampelmännchen zu ‚Ampelfrauen‘ folgerichtig“, heißt es im Antrag der Fraktionen. […]
WAZ.de vom 30.10.2014

Gratis, barrierefrei, geschlechtsneutral: Berlins Supermärkte müssen künftig Gender-Toilette bieten

Berlins Supermärkte werden zukünftig auch besonders dringende Kundenbedürfnisse stillen: Alle Lebensmittelgeschäfte mit mindestens 800 Quadratmetern Fläche müssen demnächst mit eine öffentliche Toilette ausgestattet sein. […]

Außerdem fordert die Bauaufsicht: Die Toiletten müssen barrierefrei – und geschlechtsneutral sein. Damit wird also zukünftig „Trans“-Menschen in Berlin die Peinlichkeit erspart, entweder eine Toilette für Männer oder eine für Frauen zu besuchen. Grund für die neue Regelung sei der demografische Wandel, so eine Senatssprecherin.
 Berliner Kurier vom 20.10.2014

Experten warnen vor zu früher Aufklärung von Kindern

Kinder sollen ihre „Lieblingsstellung“ zeigen, Puffs planen, Massagen üben. Die sexuelle Aufklärung missachtet Grenzen. Die Politik will es so. Kinderschützer schlagen Alarm.

[…] Wer sind die Vordenker dieser neuen Aufklärungswelle? Und ist sie überhaupt neu? Besonderen Einfluss haben die „Gesellschaft für Sexualpädagogik“, GSP, und ihr Mitgründer und Vorstand Uwe Sielert, Professor für Pädagogik in Kiel. Sielert ist der Vermittler einer Gender-Sexualpädagogik, mit der er drei Lebensumstände „entnaturalisieren“ möchte: die Kernfamilie, die Heterosexualität und die Generativität, also die Altersgrenzen zwischen den Generationen.

[…] Mitglied der Gesellschaft für Sexualpädagogik ist auch die Kasseler Professorin Elisabeth Tuider. Zusammen mit Sielert hat sie ein Buch veröffentlicht: „Sexualpädagogik weiter denken“, Untertitel: „Postmoderne Entgrenzungen“. Tuider hat mit einigen Kollegen, alle in der GSP, außerdem das Standardwerk „Sexualpädagogik der Vielfalt“ verfasst. Das Autorenteam will Kindern und Jugendlichen durch „Praxismethoden“ beibringen, wo der „Penis sonst noch stecken“ könnte – um den Aspekt der „Vielfalt“ deutlich zu machen.

Im Vorwort bezieht Tuider sich ausdrücklich auf Sielert und Kentler. In einer Übung sollen zehn Jahre alte Schüler aufgefordert werden, ihre „Lieblingsstellung/Lieblingssexualpraktik“ mitzuteilen, während sie sich zu dynamischer Musik schwungvoll durch den Raum bewegen.

Als Methode möchten Tuider und ihre Mitstreiter ausdrücklich die „Verwirrung“ und die „Veruneindeutigung“ angewendet wissen. Kinder sollen zeigen, was sie sexuell immer schon mal ausprobieren wollten. Anweisung an die Pädagogen: „Die Leitung moderiert und nimmt, sofern sie will, an der Übung teil.“ Was die Kinder wollen, fragt keiner. Bei den Massagen für Zehnjährige, Stichwort „Gänsehaut“, genügt laut Anweisung jedenfalls dünne Kleidung, damit der unterschiedliche Druck und die verschiedenen Streichrichtungen auch erspürt werden können. Dabei dürfen verschiedene Massagetechniken angewendet werden, auch „vorgezeigt durch die Leitung“. Von außen sollte der Raum nicht einsehbar sein, empfehlen die Autoren.

Auch eine Wandzeitung darf nicht fehlen. Darauf sollen die Schüler „auch scheinbar Ekliges, Perverses und Verbotenes“ schreiben. Die Leitung erklärt das natürlich. Dann sollen die Schüler in Kleingruppen „galaktische Sexpraktiken“ erfinden, die auf der Erde verboten sind. Zu den Klangübungen gehören auch „lautes Stöhnen“ und „Dirty Talk“, für die lustigen Gipsabdrücke einzelner Körperteile wird viel Vaseline benötigt, zur Übung „Sexualität während der Menstruation“ von zwölf Jahren an können auch Gruppensex-Konstellationen in die Rollenspiele eingebaut werden. Aufgeklärt wird auch über Oral- und Analverkehr, Gang Bang, Spermaschlucken und den „neuen Puff für alle“.

[…] „Das ist brandgefährlich“, sagt auch die Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin Christina Hennen von der Vereinigung Deutscher Psychotherapeuten. Eine solche Sexualpädagogik sei der Versuch, die Schamgrenzen von Kindern und Jugendlichen aufzubrechen.[…] „Die Kinder werden hier gezielt verwirrt. Dabei brauchen sie gerade in der Persönlichkeitsreifung natürlich Toleranz, aber auch Eindeutigkeit und Strukturen.“ Und biologische Unterschiede gebe es sehr wohl, sagt Hennen. Längst nicht alles sei anerzogen, auch nicht die sexuelle Ausrichtung. […]
FAZ vom 14.10.2014

Soziales Netzwerk: 60 neue Geschlechter bei Facebook

Wer sich nicht in den Kategorien „Mann“ oder „Frau“ wohlfühlt, für den hält Facebook künftig weitere Möglichkeiten bereit. Gemeinsam mit dem Lesben- und Schwulenverband wurden 60 zusätzliche Beschreibungen ausgearbeitet. […]

Neben „weiblich“ und „männlich“ wird die Möglichkeit „benutzerdefiniert“ hinzugefügt, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Darunter soll es 60 Auswahlmöglichkeiten geben, die Facebook gemeinsam mit dem Lesben- und Schwulenverband ausgearbeitet hat. Dazu zählen „androgyn“, „intersexuell“ oder „Femme“ sowie „Trans* Mann“ oder „Trans* Frau“.

Für manche sei es ausreichend, „Frau“ oder „Mann“ anzukreuzen, erklärte Verbandssprecher Axel Hochrein. Andere empfänden diese beiden Möglichkeiten allein als Einengung. Eine sensiblere Sprache sei „ein Zeichen des Respekts gegenüber Verschiedenheiten“. Die Nutzer können festlegen, ob Facebook sie gegenüber ihren Freunden mit „er“, „sie“ oder neutral im Plural bezeichnen soll.
Handelsblatt 04.09.2014

Studierenden- oder Studentenwerk: Gender-Debatte in Baden-Württemberg

Studentenwerke in Baden-Württemberg sind ab sofort out, sie heißen jetzt Studierendenwerke. Der Beschluss der Landesregierung kostet ein paar Hunderttausend Euro. Das Netz schäumt – über Gender, Geld und Grün-Rot.

Jetzt kursieren Zahlen zu den Kosten: Mit 40.000 Euro rechnet man in Mannheim, mit 60.000 Euro in Stuttgart, mit bis zu 100.000 Euro in Karlsruhe, melden die „Stuttgarter Nachrichten“ […]

Mit dem neuen Namen ist es nicht getan, auch nicht mit neuen Briefköpfen und Firmenstempeln. Die Werke müssen ihre Satzung ändern und ihre neue Bezeichnung ins Grundbuch eintragen lassen. „Wir müssen auch die Aufschriften auf unseren Wohngebäuden ändern oder Schilder austauschen“, sagt Klaus-Dieter Schumacher vom Noch-Studentenwerk „Seezeit“ in Konstanz. Auch er rechnet mit 80.000 bis 100.000 Euro Kosten. Davon hätte er lieber „eine Sanierung mehr“ bezahlt. […]
SPIEGEL ONLINE vom 22.08.2014

Radikal-Feministinnen: Gender-Wahnsinn an der Humboldt-Uni

Sie lauert im Kreis der „Kollegen“ und macht selbst vor „Doktoren“ nicht halt – Diskriminierung durch Sprache. Unachtsam verwendet, kann sie Menschen ausgrenzen oder sie vereinnahmt sie zwangsweise. Dagegen wurde an der Humboldt-Uni jetzt ein Leitfaden entwickelt: für feministisches Sprachhandeln.

„Jenseits von Frauen und Männern gibt es noch etwas anderes.“ Das zeigt das X, indem „diskriminierende“ Endungen durch das Zeichen ersetzt werden. „Sodass sich alle Personen wiederfinden. Auch die, die sich weder als Frau noch Mann fühlen.“ Klingt einfach, liest sich aber wie folgt: „Dix Studierx hat in xs Vortrag darauf aufmerksam gemacht, dass es unglaublich ist, wie die Universität strukturiert ist, dass es nur so wenige schwarze Professxs gibt.“

Ein anderer Vorschlag ist, die männlich verknüpften „er“-Endungen durch ein kurzes „a“ zu ersetzen: „Mitarbeita“ statt „Mitarbeiter“ und „Mitarbeiterinnen“. Und das geht nicht nur mit Menschen. Die Arbeitsgemeinschaft machte auch vor Gegenständen nicht halt. Ein Beispielsatz der Broschüre: „Unsa Lautsprecha ist permanent auf Demos unterwegs. Ea erfreut sich hoher Beliebtheit.“ […]
Berliner Kurier April 2014

Die einen ratschen, die anderen raufen: Münchner SPD will Mädchen-Zonen auf Spielplätzen

Jungs spielen Räuber und Gendarm oder Fußball, die Mädchen wollen lieber schaukeln und quatschen. Nach diesen Klischees will die Münchner SPD nun auch Spielplätze gestalten, das Vorbild ist Wien. Durch „gendergerechte Spielplatzgestaltung“ soll die Mädchenquote steigen.
Focus-online vom 08.03.2014