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Im Griechenpoker: So wollen Juncker und Draghi die Zerstörung Europas vollenden

Als hätten sie nicht schon genug angerichtet: Auf dem Höhepunkt der Euro-Krise präsentieren die Ober-Versager ihren Plan, um die „Währungsunion voranzutreiben“ – inklusive „Bankenunion“ und „EU-Einlagensicherung für Sparkonten“.

Manche lernen es nie. Ausgerechnet jetzt, wo Griechenland nach fünf quälenden Jahren übergroßer Nachsicht endlich den Euro zurückgeben muss, erdreisten sich die beiden Haupt-Verantwortlichen dieser Konkursverschleppung, einen Plan vorzustellen, der dem gemeinsamen Europa den Rest geben würde.

Das 24-Seiten-Machwerk trägt den angeberischen Titel „Die Wirtschafts- und Währungsunion Europas vollenden“. Die Autoren, u.a. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und EZB-Chef Mario Draghi, behaupten tatsächlich, sie könnten „das Vertrauen der Menschen in die Euro-Zone wieder stärken“. Und das mit Maßnahmen wie einer „einheitlichen europäischen Wirtschaftspolitik“, einer „EU-weiten Einlagensicherung für Sparkonten“ sowie der endgültigen Verwirklichung der ‚Bankenunion“.

[…] Gleiches gilt für die die „EU-weite Einlagensicherung der Sparkonten“. Denn sie bedeutet letztendlich, dass deutsche Sparer für die Wackelbanken Südeuropas haften müssten. Der angebliche „Sicherungs-Fonds“, in den alle Banken einzahlen sollen, hätte selbst nach Jahrzehnten noch nicht genug Geld, um auch nur die Kunden irgendeiner mittelgroßen europäischen Bank zu entschädigen.

Mindestens ebenso empörend ist das Ansinnen, zugunsten der „EU-Einlagensicherung“ die „nationalen Sicherungssysteme auf ein gemeinsames Niveau“ zu bringen. Gemeint ist hier selbstverständlich ein niedrigeres Niveau als z.B. in Deutschland – und damit weniger Sicherheit als bisher für die deutschen Sparer.

Es hilft nichts. Vielleicht muss wirklich erst alles zusammenbrechen, damit die vereinten  EU-Bonzen begreifen, dass es so eben nicht weiter geht!
FOCUS Online  vom 30.06.2015

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